Montag, 6. Juli 2009

Was ist Lip Dub?

Das Kommunikation über die Sprachbarrieren hinaus mit Musik funktioniert, ist ja nichts Neues. Aber jetzt sind ein paar gewitzte Studenten aus Furtwangen aktiv geworden und haben "Lip Dub" ins Leben gerufen. Dieser Terminus bezeichnet eine Sonderform in der Musik, bei der Musikvideos in einem Durchlauf abgespielt werden, ohne dass ein Schnitt erfolgt. Die Darsteller hören dabei die Musik aus Lautsprechern und bewegen dazu ihre Lippen, als würden sie selbst singen. Früher wurden solche Videos vor allem dazu verwendet, auf besonders humorvolle Weise ein Unternehmen oder eine Firma darzustellen. Das bekannteste "Lip Dub"-Video dürfte wohl "Wanna be" von den Spice Girls sein. In den studentischen Videos geht es darum, dass Studenten möglichst kreativ ihre Hochschule vorstellen. Die Furtwängler haben weltweit im Netz für Aufsehen gesorgt und es sind schon einige Antworten eingetrudelt, die sie auf ihrer Homepage "universitylipdub.com" veröffentlicht haben. Weil diese Videos wirklich sehenswert sind, gibt es jetzt jeden Montag ein neues Video. Wir starten mit der Erfinderschule Furtwangen, ist echt cool. Wie schön wäre es, so etwas mal in Würzburg zu machen...



Noch 10 Tage bis zur Premiere von "Hedda Gabler".

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight".

Probenwochenende

Wieder zurück aus dem Gramschatzer Exil sind wir froh, ein gutes und produktives Probenwochenende hinter uns gebracht zu haben. Das Stück nimmt allmählich Gestalt an, was auch so langsam nötig wird, da wir ja in weniger als zwei Wochen bereits Premiere haben. Am 16. Juli ist dann um 20 Uhr die Premiere, wir steigen in diesen Tagen noch einmal in die vollen...

Noch 10 Tage bis zur Premiere von "Hedda Gabler".

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight"

Freitag, 3. Juli 2009

Endspurt Sommersemester

Der Sommer könnte so schön sein und man könnte die ganze Zeit nur im Schwimmbad abhängen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und einfach nichts tun. Tja, aber eben nur im Konjunktiv. Denn so langsam steht die allseits verhasste Klausurenwoche ins Haus und es gibt wieder sehr viel zu tun. Trotzdem schadet es nicht, wie ich festgestellt habe, sich trotzdem einmal etwas Gutes zu tun und auch einmal einen Tag lang auszuspannen, der haut es am Ende ohnehin nicht mehr raus. Da der Juni auch schon wieder vorbei ist, einige Zusammenfassungen und gewonnenen Erkenntnisse der vergangenen Tage:

- Leute, die sich dumm aufspielen, muss man wirklich nicht ernst nehmen
- unterschätze nie die Hochschulwahlen
- "I want to break free!"
- der Atlantik ist schweinekalt
- Dresdner Handbrot, mmmh
- Französisch nervt, aber das ist ja nichts Neues
- "Kennst du Wayne?"
- Die "Turtles"-Verfilmungen mit echten Menschen waren nicht so gut wie die Trickserie
- Dozenten singen auch mal gerne
- "U & D" ist ein Muss
- die Rheinländer verstehen sich auf's Feiern
- Möwenkacke lässt sich ganz leicht mit einem feuchten Schwämmchen oder Tuch entfernen
- Porto rockt mit seiner Stadt, seinen Preisen und dem Essen
- die NEON-Rätsel machen einen wahnsinnig
- "irre!!"
-
sieh auf die Fahrbahn, wenn du bergauf an der Ampel stehst
- lautes Telefonieren im Bus erregt Unmut
- "Tragt Sonnenschutz!"
- 1643 kann man durchaus trinken...
- Hanni und Nanni sind nicht die einzigen coolen Zwillinge
- wer ist Hanna Montana?
- auch in Würzburg gibt es jetzt Köttbullar und Billy

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight"

Volle Kanne Theater

So, es ist wieder soweit - in der KHG geht es wieder rund und zwar gleich dreimal. In der Stadtmensa und im Großen Saal der KHG Würzburg in der Hofstallstraße zeigt der Theater AK seine Produktion dieses Semesters.
Den Auftakt in der KHG macht die Komödie "Funny Money", eine typische Cooney-Verwechslungsgeschichte, die sich an Turbulenzen, chaotischen Situationen und zündenden Pointen kaum überbieten lässt. Wer "Außer Kontrolle" oder "Cash" gesehen hat, wird zwar einige Gags oder Motive wieder erkennen, doch das macht nichts.

In der Stadtmensa startet gleichzeitig "Ein Engel kommt nach Babylon", eine lehrhafte Komödie von Friedrich Dürrenmatt. Erzählt wird die Geschichte von einem Engel, der auf die Erde kommt und das Bettlermädchen Kurubi mitbringt, die bald den letzten verbliebenen Better in Babylon kennen lernen wird. Es gibt viel zu lachen, aber auch viel nachzudenken, schön inszeniert und mit Livemusik untermalt gibt es auch einige Bezüge zur aktuellen wirtschaftlichen Situation zu erkennen...


Während draußen die Sonne scheint und es erdrückend heiß ist, fahren wir heute los auf das Probenwochenende zu "Hedda Gabler" - denn gestern in zwei Wochen ist Premiere (Countdown läuft ab heute). Ziel ist ein kompletter, textbuchfreier Durchlauf am Sonntag, ich bin sehr gespannt...

Noch 13 Tage bis zur Premiere von "Hedda Gabler"

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight"

Samstag, 27. Juni 2009

Umsonst und Draußen Würzburg 2009 - Ein Rückblick

Bunt, interessant, voll, stimmig, schön, ansteckend, begeisternd, mitreißend und ausgefallen - um nur einige Adjektive zu nennen - war es dieses Jahr wieder beim allseits beliebten "Umsonst & Draußen" auf den Mainwiesen Würzburgs. Vor allem das Wetter hat dieses Mal prima mitgemacht, es gab wieder einiges zu erleben und entdecken und auch am Konzept hatten sich einige kleine Dinge geändert. So gab es dieses Mal eine "Draußen"-Bühne mit Stehfläche für die Zuhörer unter freiem Himmel und eine "Drinnen"-Bühne am anderen Ende des Festgeländes, die sich in einem Zelt befand, wohl um eventuellen Wetterzickereien vorzubeugen. Die Veranstalter hatten wieder unglaublich gute Bands eingeladen und so fiel es oft schwer, sich für eine der Bühnen zu entscheiden, aber dank der zeitlichen Versetzung konnte man wenigstens von jeder Band ein bisschen mitbekommen und im Zeitalter des web 2.0 kann man sich im Anschluss auch noch daheim auf den diversen myspace-Seiten über die Bands und Solokünstler informieren. Neben dem Erkunden der diversen Aktionsstände (lustige bewegliche Sessel von Ikea inklusive Riesenjenga oder zahlreiche Schmuck- und Acessoires-Stände) konnte auch wieder Espresso getestet und so "ganz nebenbei" eine renommierte Fotoausstellung aus Portugal bewundert werden. Nicht nur Musik, sondern auch Kleinkunst stand im Vordergrund, vertreten beim sonntäglichen "Poetry Slam" oder auf dem Wort-Weg, auf dem einige Dichter und Poeten ihre Werke präsentierten. Besonders schön fand ich folgendes von Anja Kruse:

kommt.
geht noch mal raus.

(raucht noch)
kommt wieder rein.
verschränkt die Arme.
kommt morgen wieder.
Sense vergessen.

Die ganzen Dinge, Aktionen, Essen, Getränke, Stände und Bands, die es überall zu entdecken gab, können alle gar nicht genannt werden, aber ein kleiner Abriss soll (im Sinne der Veranstalter, die es gut finden, wenn Blogger darüber berichten) zeigen, was amFreitag und Samstag abends so alles geboten war und denjenigen, die nicht dort waren, zeigen, dass sie selbst schuld sind.

Freitag

"Aloha from Hell" heizten so richtig ein auf der "Draußen"-Bühne und empfingen die von der Talavera kommenden Besucher entsprechend mit lauten Tönen und einer rockigen Stimmung. Die jungen Bandmitglieder sind zwar noch nicht allzu lange volljährig, zeigten aber mit erfrischender Power und professioneller Perfomance, was sie drauf haben. In den letzten Monaten legte die junge Band aus dem benachbarten Aschaffenburg einen kleinen Karrierestart hin und ist auch über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Kurz darauf gab es richtige Stimmung mit der Elektroband "Frittenbude" auf der "Drinnen"-Bühne. "Frittenbude" sind hier in Würzburg schon gut bekannt und waren auch schon mal im "akw!" und sorgten mit ihren deftigen Tönen, die stellenweise ein wenig an "Deichkind" erinnern, für einen deutlich spürbaren Temperaturanstieg im Zelt und bis in die letzte Reihe wurde gehüpft und getanzt. Stimmungsmäßig waren die eindeutig die Gewinner des Freitags. Weiter ging es wieder auf der "Draußen"-Bühne mit einer Coverband von AC/DC namens "Bon's Balls". Die waren jetzt zwar nicht so nach meinem Geschmack, fanden aber bei den Zuhören wahrscheinlich vor allem wegen der bereits bekannten Musik der berühmten Rockband ihre Fans. Von "Highway to Hell" bis "Hells Bells" war sehr viel Bekanntes dabei und die Würzburger Coverband stand den echten Jungs von AC/DC in nichts nach, die klangen wirklich schon täuschend echt. Sehr schade war, dass die Vocalgruppe "Fuenf" wegen Krankheit eines Bandmitglieds ausfallen musste, denn in den letzten Jahren hatte sich ja gezeigt, dass auch A-Capella und Vocal sehr gut ankommt, vor allem, wenn das Publikum ein wenig animiert wird. Glücklicherweise fand sich ein würdiger Ersatz, an der sich jedoch immer wieder die Geister spalten: Johanna Zeul. Die junge Künstlerin war schon letztes Jahr in Würzburg als Vorband von "Fettes Brot" gewesen und wurde dort von der Menge völlig zu Unrecht ausgebuht, auch beim "U&D" gab es zwar keine Pfiffe, aber die Leute vor der Bühne waren eher ausgedünnt. Johanna Zeul hat eindeutig einen Knall, das lässt sich nicht abstreiten, aber den braucht sie auch für ihre unheimlich frische und freche Perfomance. Ganz allein mit ihrer Gitarre füllte sie die Bühne aus und schmetterte ihre deutschen Songs in Mikrofon. Sie erinnert ein wenig an eine Mischung aus der Musik von "Wir sind Helden" und der Bewegung Neue Deutsche Welle, doch ihre Texte sind keineswegs angestaubt, sondern gehen ins Ohr und ermuntern zum Mitsingen.

Samstag

Der Samstag trumpfte noch einmal kräftig auf und stand dem Eröffnungstag in Sachen Qualität in nichts nach. Auch internationale Gäste gaben sich auf dem "U&D" die Ehre, wie die norwegische Rock'n'Roll-Band "Brut Boogaloo". Offen und direkt wurde das Publikum mit einbezogen und angeheizt, was nach einigen recht flauen Versuchen doch seine Wirkung zeigte. Nicht mitzuwippen oder zu klatschen war eigentlich kaum möglich. Im Anschluss sorgte die Londoner Old-School-Soul-Band "Mama's Gun" für eher angenehme Hintergrundmusik, um mal ein Päuschen einzulegen und neben der Bühne was zu essen, doch das Publikum vor der Bühne hatte seinen Spaß und man konnte zahlreiche Hände sehen. Ein absoluter Topact war aber auf jeden Fall "Senore Matze Rossi" im "Drinnen"-Zelt, ein Typ, der mit seinen einfühlsamen und melodischen, gleichzeitig aber sehr durchdachten und künstlerischen Texten für eine ganz besondere Stimmung sorgte. Wer gerne Clueso hört, wir von diesem Künstler kaum mehr los kommen, denn der geht echt ins Ohr und macht Lust auf mehr. Erwähnenswert ist auch, dass der Schweinfurter Musiker nahezu alles alleine macht: Songwriting, Aufnahmen, Pressearbeit und nebenher ist er auch noch Vater. Die Johnny-Cash-Cover-Band "Hank Cash" sorgte dann auf der "Draußen"-Bühne für einen schönen Abschluss des interessanten und erlebnisreichen Samstags. Zwar bauten sie auch eigene Songs ein und mischten diese mit Liedern von Cash, die oft gleich wirkenden Takte machten aber eine Trennung zwischen Neu und Alt eher schwierig - trotzdem war es schön, den drei Jungs zuzuhören, die ihrem Publikum in regelmäßigen Abständen ein lautes "Yii-haaaa!" abverlangten.

Fazit: "Umsonst & Draußen" ist eine eigentlich kaum auszulassende Gelegenheit, die musikalische Landschaft aus Würzburg und Umgebung sowie aus dem Rest Deutschlands und dem Ausland kennen zu lernen. Es ist immer wieder verblüffend, was es für Talente gibt. Hut ab vor den Machern und Veranstaltern für dieses interessante und abwechslungsreiche Rahmenprogramm - wir freuen uns auf 2010!

Persönlich Hui:
- das Becher- und Bonsystem hat sich einmal mehr bewährt. Cool: man kann das Bier jetzt auch stellenweise direkt von Helfern kaufen, die mit Bauchläden voller Bier durch die Leute laufen.
- kulinarisch war wieder einiges los. Man sollte eigentlich nie über das "U & D" laufen, ohne ein Dresdner Stockbrot gegessen zu haben...
- auch OB Rosenthal lies sich blicken und wünschte allen ein erlebnisreiches Wochenende
- wer noch nach dem "U&D" feiern wollte, konnte noch zu einem weiteren Bandgig mit in die Posthallen kommen.
-an den kleinen Handarbeitsständen auf der Mainseite entlang gehen. Da findet man echt schöne Sachen für wenig Geld - bei mir ist jetzt eine kleine Holzschildkröte eingezogen.

Persönlich Pfui:
- die Pissoirs waren oft kurz vorm Überlaufen und bei den Dixies war die Ausleuchtung daran schuld, dass man von außen sehr gut am Schatten sehen konnte, was so drinnen vor sich ging
- mehr Mülleimer oder sonstige Gelegenheiten, seinen Kram wegzuwerfen, wären nicht schlecht.
- mehr Sitzgelegenheiten

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight"

Sonntag, 14. Juni 2009

La France...

Es gibt Neuigkeiten zum Thema Frankreich. Der PAD hat endlich meine Stelle bestätigt. Somit geht es jetzt Ende September in das schöne Frankreich, wo ich bis April 2010 als teaching assistant arbeiten werde. Bis gestern Nacht war auch der Ort noch unklar, ich wusste lediglich, dass es in die Region Orléans-Tours geht, aber um 23:00 Uhr trudelte dann eine Email mit den letzten Informationen ein. Es geht jetzt also in das schöne Châteauroux, das ist eine nette und beschauliche Stadt etwa eine Stunde südlich von Orléans und südöstlich von Tours. "Le pays anti-stress" heißt es überall auf den Webseiten dieser Region. Da bin ich echt mal gespannt. Wäre schön, wenn das stimmt. Das Städtchen macht einen sehr netten Eindruck, es gibt ein cooles Theater (das ist wichtig!), einige Kneipen, Discos und auch eine Innenstadt mit Geschäften, also alles, was man so zum Leben braucht. Nach Paris sind es knapp zwei Stunden, ins Loiretal etwa eine Stunde, was will man mehr. Ich bin jetzt sehr gespannt, was die Wohnungssuche ergibt, ich habe bereits mit meinen beiden Betreuungslehrerinnen Kontakt aufgenommen...

Aktuelle Lektüre: Bertolt Brecht: "Baal" (Eragon Teil drei ist so schlecht, den kann man echt nicht zu Ende lesen...)

Dienstag, 2. Juni 2009

On my way to wars

Endlich ist es sommerlich, schönes Wetter, warme Temperaturen, gute Laune!! Ich hab mal wieder einen alten Song ausgekramt, den ich derzeit sehr gerne höre - Sommersault (die Frau von Michael Mittermeier) mit Xavier Naidoo zusammen. "Way to mars" ist echt cool, vor allem ab 2:55, wenn es noch mal nach oben geht...

Aktuelle Lektüre: Christopher Paolini: "Eragon - Die Weisheit des Feuers"