Sonntag, 17. August 2008

St. Pauli, olé olé...

St. Pauli ist echt klasse und hat seit Freitag einen neuen Fan. Allein schon das Stadion ist echt ein richtiger Hingucker, klein, aber fein und ein wahrer Hexenkessel, Alt neben Jung, prima Stimmung, wenn die geringe Sitzplatzanzahl von 25.000 voll ist. Und alleine schon weil die beim Einzug "Hells Bells" von ACDC spielen, haben die einen Stein im Brett, außerdem sind die Fantrikots echt super. Die Partie gegen den VfL Osnabrück konnte sich jedenfalls sehen lassen - inmitten der City, nebenan gleich die Reeperbahn und der DOM, ein riesiges Volksfest, super Lage. Auch das Bier ist in Hamburg nicht schlecht, "Astra" oder "Königs-Pilsener" kann man durchaus trinken...

Aktuelle Lektüre: Orhan Pamuk: "Rot ist mein Name"

Sonntag, 10. August 2008

Telefonieren im Ferienjob...

..durchaus nicht immer leicht, als in der Mittagspause das Telefon auf mich umgestellt war und ich plötzlich einen Inder in der Leitung hatte. Man stelle sich dabei auch den typisch lustigen Slang vor, mit dem Inder Englisch sprechen:

- "[...] mein Name ist [...], Guten Tag?"
- "...Hello?"
- "Yes, hello?"
- "...Hello?"
- "Yes, hello, this is the company [...] and my name is [...] how can I help you?"
-"...Hello?"
- "Yes, I am listening."
- "Ehm, I would like to speak to Mr. A."
- "I'm sorry, could you repeat the name please?"
- "I would like to talk to Mr. A."
- "Oh, I'm sorry, but we don't have a Mr. A. here in our department."
- "But I dialed his number."
- "Ok, so then give me please the last four numbers of the number you have dialed, so that I can look it up in the system to which person you wanted to speak."
- "Well, I dialed this number and I want to speak to Mr. A but now I'm talking to you."
- "Ok, is there anybody else you know here in this company?"
- "Uuhm...yes, I would like to speak to Mrs. M."
- "Oh yes, we have a Mrs. M in our departement but she's having a break. That's the reason why you came to my phone."
- "But can I speak to her now?"
- "No, I'm sorry, but she will be back in about 20 minutes, she's at lunch."
- "But...äh...can I speak to her now?"
Das war die Stelle, an der ich meinen ersten Lachflash verkneifen musste.
-
"I...sorry, mister, but she is not on her place yet. She. Is. Having. Lunch."
- "But why am I speaking to you? Can I talk to her?"
- "Ok, sir, if somebody leaves his desk he can push a button at the phone so that somebody who calls will be put through to a phone which is occupied, you understand?"
- "But...why am I speaking to you? I would like to talk to Mrs. M."
- "I'm sorry sir, she is NOT ON HER DESK YET!"
- "Oh...but can I talk to her?"
- "Mister, please call back in half an hour."
- "I would like to speak to her. But...if you can't give her to me..okay. Bye."

Grmpf.

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Wo liegt eigentlich Werle?

Es waren einmal zwei Kerle,
verliebt in Jana - sie kam aus Werle.
Doch wer von den beiden der Richtige ist,
fand sie heraus mit einer List:
drum zückte sie zwei duplo schnell.
Der eine schlang es, gar nicht hell,
der andere, und das gefiel,
der hatte einfach viel mehr Stil.
So eroberte und gewann er sie
durch die hohe Kunst der duplomatie.

Oft habe ich mich gefragt, ob Werle einfach nur erfunden wurde, um einen sinnvollen Reim auf "Kerle" zu bilden, oder ob es Werle auch in Echt gibt. Und tatsächlich: es gibt sogar gleich zwei Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, eine der beiden ist ein Ortsteil von Kassow, die ander gehört zu Prislich. Zu Kassow gehört auch die Burg Werle, die um etwa 600 entstanden ist. Kassow hat ganze 375 Einwohner, wow! Damit sei ein weiteres Rätsel der Werbung gelöst...

Am Wochenende habe ich sehr sehenswerte Filme geguckt, die ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann. Da wäre zum einen "Juno" (Tweek hat mich neugierig gemacht), ein wirklich witziger, ernster und intelligenter Film zum Thema Teenagerschwangerschaft, mit wirklich komischen Dialogen ("Ich glaub ich geh zur Frauenhilfe - da bieten sie Frauen Hilfe".) Auch die Musik hat mir gefallen und mir gleich mal noch einen Song für das "Kuckucksnest" beschert. Und "Little Children" habe ich geschaut, ein unglaublich toll gemachter Film mit Kate Winslet, die ich eh so toll find und Patrick Wilson in den Hauptrollen. Nicht umsonst war dieser Film für einige Oscars nominiert, ist er doch nach "American Beauty" endlich wieder einmal eine geschickt konstruierte Vorstadtkritik mit beachtlicher schauspielerischer Leistung, einer ungewöhnlichen Machart und einem überraschenden Ende. Gitarrenfans und Leute, die kleine Eckenfilmchen mögen, finden bestimmt auch Gefallen an dem Musikfilm "Once", der für den Auslandsoscar nominert war und mit toller Musik zu überraschen weiß. Morgen Abend schau ich "Der Fuchs und das Mädchen"...

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Dienstag, 5. August 2008

Wanke, Püß!

Hurra, wir haben August und es war wunderbar am Samstag - reinfeiern hat schon was und das Wetter hat prima mitgemacht, es war nicht sonderlich heiß, aber auch nicht zu kalt, gerade richtig zum Feiern eben. Dementsprechend lang ging es auch, um halb fünf bin ich zu Freunden mit nach Hause und habe da übernachtet. Die Geschenke waren alle unglaublich toll persönlich, ich habe mich riesig darüber gefreut, das tollste Geschenk war aber eigentlich die Party an sich - eine wunderbar harmonische, tolle Feiergruppe, die Leute haben sich alle hervorragend verstanden und Bier und Prosecco taten ihr übriges...

Neulich kam uns eine lustige Idee: beim Verlassen der Unibibliothek (nein, ich treibe mich da nicht mehr rum, das war noch während der Lernphase für die Zwischenprüfung) hielt uns ein musikhörender Student die Tür auf und wir sagten "Danke", obwohl er das nicht hörte. Jemand meinte daraufhin, man hätte zu ihm genauso gut "Affe" sagen können, das hätte den nicht gejuckt. Daraus hat sich die lustige Idee ergeben, bei alltäglichen Höflichkeitsfloskeln einfach mal kleine Buchstabenänderungen vorzunehmen und sich über die verblüffte Reaktion der Leute lustig machen. Statt "Danke" könnte man eigentlich auch "Wanke" sagen - oder "Pielen Wank". Oder man bestellt: "Ich hätte titte zwei Eiskugeln!" Keiner würde an dieser Stelle entsetzt fragen: "Haben Sie gerade titte gesagt?". Wir haben das natürlich gleich mal in der Eisdiele ausprobiert und mussten beim Bestellen schon so lachen, dass mein "Wanke, Püß" schon gar nicht mehr auffiel. Meine Arbeitskollegen im Büro finden es jedenfalls lustig, wenn ich mich für ein ausgehändigtes Fax mit "Wanke" bedanke, äh ich meine bewanke, ich traus mir aber noch nicht am Telefon - vielleicht morgen. Korgen meine ich.

Wir haben den Juli wieder hinter uns gelassen, daher folgt im Anschluss noch die Monatsbilanz:

- "Ey du schizzer"
- man sollte niemals eine Bierflasche mit einer Rohrzange aufmachen. Verletzungsgefahr!
- wie arg gefällt mir doch mein Ferienjob
- Pflanzen auf der Kirmes zu gewinnen ist viel cooler als so n doofes Stofftier
- Premierenpartys waren schon einmal besser
- Dernierenpartys auch
- "Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel- man weiß nie, was man bekommt."
- wie nervig doch ein Laptop sein kann, wenn er nicht geht
- muss man wirklich wissen, was "Schweinezucht" auf Französisch heißt?
- Leg dich nicht mit Zohan an! Und auch nicht mit Hancock!
- Losverfahren sucks.
- Bienenstiche in den Finger auch.
- High School Musical rocks.
- "Stille! Der Meister denkt nach!"
- Rob Zombie Filme sind irgendwie krank.

Wir starten voll durch in einen heißen August!

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Donnerstag, 31. Juli 2008

Elektroschrott

Aus die Maus, njente, nada, nix mehr - der Laptop hat sich verabschiedet und wird auch nicht mehr zu reparieren sein. Heißt im Klartext: ein neuer muss her! So ein Mist...glücklicherweise konnten die Daten noch gerettet werden, aber das wars dann auch. Der Bildschirm zeigt nichts mehr an und damit ist der aufklappbare PC nicht mehr transportabel, man müsste ihn immer an einen Bildschirm anschließen, so eine verdammte Sch**...

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Mittwoch, 30. Juli 2008

In der Werkstatt

So ein Mist, jetzt kam ich nicht drumherum und musste den Laptop in die Werktstatt geben. Er funktioniert zwar einwandfrei, zeigt aber seltsamerweise kein Bild - oder nur ganz kurz, um dann - ätsch - wieder schwarz zu werden. Ich hoffe das ist kein größerer Fehler und lässt sich wieder schnell beheben...jedenfalls brauche ich ihn diese Tage nicht, ich hab ja noch meinen Pc zuhause.

Kaum ist man beim Ferienjob angekommen, geht man schon abends super essen - und zwar in eine Kneipe, in der es riesige Schnitzel gibt, die an beiden Seiten schon vom Teller herunterhängen. Ich habe es trotzdem geschafft, war aber gut satt danach. Die Kalorien habe ich heute bestimmt wieder herausgeschwitzt, so heiß wie das im Büro ist - alles was man anlangt, rutscht aus den Fingern, beim Essen in der Kantine schwitzt man noch viel mehr und auch die Ventilatoren helfen nichts, da lobt man sich doch die Dusche. Hoffentlich gewittert es auch mal endlich...

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Sonntag, 27. Juli 2008

What time is it? - Ferien!!!

Hurra, endlich sind Ferien! Sprachpraxis hat am Freitag noch einmal ordentlich reingehauen, aber egal, jetzt ist alles geschafft. Zwar wusste ich leider nicht die hochtragend wichtigen Vokabeln wie Adjektive zu "Schweinezucht", "Kaninchenzucht", "Fischzucht" oder "Ochsenzucht" (mal davon abgesehen: was sind denn dazu Adjektive: schweinezüchtig? schweinezuchthaft?) und ich fand es auch ein wenig sonderbar auf Französisch erklären zu müssen, was die französischen Adjektive von "deutsch", "französisch" und so weiter bedeuteten. Egal, für eine vier wird es hoffentlich gereicht haben, zudem wir alle bei dem Dozenten noch Beschwerde einreichen werden - denn er hatte uns ganz andere Themengebiete zu Lernen gegeben, als die, die letztendlich drankamen.

Absoluter Ohrwurm ist derzeit ein lustiges Lied, nämlich "What time is it" aus dem Teenie-Musical "High School Musical 2", mit dem Disney einen unglaublichen Erfolg verbucht hat. R.p. McMurphy aus dem "Kuckucksnest" hat mir die Musik überspielt - zugegeben ist das Musical (ersten Teil habe ich schon gesehen) schon eher etwas für 15jährige, aber irgendwie ist es trotz des ganzen Trashes (wow, Genitiv!) und den zahlreichen erfüllten amerikanischen Klischees ganz lustig. Die Tanzeinlagen sind irgenwie cool...es muss ja nicht alles sonderlich anspruchsvoll sein. Vor allem wie lustig übertrieben groß die Uhr ist, wie alle auf Summer, Summer, Summer abgehen und am Ende überzogen jubeln - da könnte ich mich totlachen.



So bleibt auch endlich Zeit, die DVDs in der Videothek ein wenig zu durchforsten, gestern habe ich schon "Wie im Himmel" und den Mafia-Film "Tödliche Versprechen" geschaut, heute bilde ich mir meine Meinung über Rodriguez' "Planet Terror". Morgen früh wird um sechs Uhr aufgestanden, denn ich fang wieder in meinem Stamm-Ferienarbeitsunternehmen an und freue mich schon riesig auf die Kollegen. Das tolle an den Ferien ist, das man auch mal wieder für unwichtige Dinge Zeit hat, wie beispielsweise oben genannte Trash-Musicals hören und gucken (ich freue mich auf "Hairspray"), Lesen von Trivialliteratur (jippie, ERAGON Teil 2) und endlich mal wieder Computer spielen. Die Sims 2 ist echt cool, aber ich habe aus Spaß GTA 3 auf meinem Laptop probiert und es läuft seltsamerweise - Autos knacken, Aufträge erledigen, für die Mafia arbeiten...einfach super!

Aktuelle Lektüre: Orhan Pamuk: "Rot ist mein Name"