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Mittwoch, 3. November 2010

Weltmännertag!

Heute ist Weltmännertag! Gewusst? Wahrscheinlich nicht...Und wem haben wir es zu verdanken? Kein geringerer als Michail Gorbatschow ist Schirmherr dieses Tages, den es seit dem Jahr 2000 gibt. Schwerpunkte sollen vor allem die Bewusstwerdung der Gesundheit sein (Männer leben im Schnitt sieben Jahre weniger als Frauen, das wird wohl auch der Grund sein, warum es heute nirgends Freibier gibt...). Weitere Themen sind Zukunftsplanung und Bundeswehr.
NIVEA hat vor einigen Jahren einmal eine schöne Postkarte herausgebracht, sie trägt den Titel "10 Gründe, warum es schön ist, ein Mann zu sein":
  • Telefongespräche sind innerhalb von 30 Sekunden beendet.
  • Beim Zappen bleibst du nicht hängen, wenn jemand weint.
  • Für einen 5-Tage Urlaub reicht ein Handgepäck.
  • Du kannst alle Marmeladengläser selbst öffnen.
  • Keiner unterbricht seinen guten schmutzigen Witz, wenn du den Raum betrittst.
  • KfZ-Mechaniker erzählen dir die Wahrheit.
  • Dich interessiert nicht, ob jemand merkt, dass du beim Friseur warst.
  • Drei Paar Schuhe sind mehr als genug.
  • Wenn jemand vergisst, dich einzuladen, ist er nach wie vor dein Freund.
  • Graues Haar und Falten verstärken deinen Charakter.
Aktuelle Lektüre: Jonathan Littell: "Die Wohlgesinnten"

Dienstag, 22. Dezember 2009

Weihnachten hui


Plätzchen, die gerade aus dem Ofen kommen.
Christbaumschmuck aus Kindertagen.
Heimlich vom rohen Teig naschen und sich dabei diebisch freuen, weil man gerade etwas macht, was man eigentlich nicht darf.
Anderen eine Freude machen.
Die wohlige Wärme von Glühwein im Bauch.
Sich Zeit für gute Freunde nehmen.
"Schöne Bescherung" mit Chevy Chase. Einfach Kult.
Über den Weihnachtsmarkt schlendern.
Dominosteine.
Zufriedene Gesichter und strahlende Mienen.
Die Kinderklassiker, die wieder im Fernsehen kommen.
Das Rascheln von Geschenkpapier.
Rolf Zuckowski.
Schokonikoläuse von Milka.
Alte Bekannte wieder treffen.
Erleuchtete Fenster.
Gebrannte Mandeln und Bratäpfel.
Gewürzspekulatius.
"Die Feuerzangenbowle" mit Heinz Rühmann.
In den Ferien ewig lang in Schlafklamotten bleiben.
Schnee, der schön knirscht.

Aktuelle Lektüre: Marcel Reich-Ranicki: "Mein Leben"

Mittwoch, 11. November 2009

Paris

Mal wieder in Paris gewesen und diese Stadt verliert einfach nie ihren Reiz. Auch bei schlechtem Wetter, bei Wolken, bei Sonne, bei Wind oder bei Regen. Besonders faszinierend sind die kleinen und geheimen Ecken, die man immer wieder entdecken kann oder mann kann sich einfach mal unter die Touristen mischen. Zu empfehlen sind unter anderem...

...das Café "Les deux moulins" aus dem Film "Amélie", nicht unweit des Moulin Rouge. Dort befindet sich auch das Sexmuseum. Sehr witzig und amüsant, vor allem die Stummfilmpornos aus den 20ern.
...die Seerosen von Monet in der Orangerie, im Park des Louvre. Eintauchen und genießen.
...die große Steinfigur mit der Hand vor dem Gesicht vor der Kirche Sainte-Eustache. In dieser Kirche gibt es übrigens ständig kostenlose Orgelkonzerte.
...das Centre Pompidou mit ständig wechselnden, sehenswerten Kunstausstellungen.
...die Opéra Garnier mit einer beeindruckenden Decke, die Marc Chagall bemalt hat. Hier trieb früher das berühmte Phantom sein Unwesen...
...das Quartier Latin. Billig kann man hier international essen.
...das Dalimuseum in Montmartre. Unter anderem ist dort Schmuck von ihm zu sehen, den er in Auftrag gegeben hat. Teilweise mit über 4.000 Diamanten besetzt. Im Souvenirladen unbedingt eine Puppe von berühmten Dichtern kaufen. Die sind am Kopf magnetisch.
...eine Bootsfahrt auf der Seine. Jaaa, kitschig, aber es gehört dazu.

Aktuelle Lektüre: Marlen Haushofer: "Die Wand"

Mittwoch, 4. November 2009

Der kleine Unterschied


Nach nun schon über vier Wochen in französischen Gefilden, ist es nun mal an der Zeit, eine kleine Liste der auffälligsten Unterschiede zwischen Deutschland und den lieben französischen Nachbarn festzuhalten - oder zwischen Frankreich und den lieben deutschen Nachbarn? Wobei auch die Gemeinsamkeiten stellenweise ziemlich witzig sind. Versuchen wir es knapp und bündig:

- bei Verkehrsverstößen werden einem hier Punkte abgezogen. Der Kontostand beträgt anfangs 12 Punkte. Wir in Deutschland "dürfen" dahingegen Punkte gewinnen.
- Weihnachtsgans? Pustekuchen. Nein, auch kein Kuchen. Austern sind der Trend unter dem Tannenbaum. Den schmückt man hier übrigens bereits Wochen vor dem Heiligabend. Eine schmackhafte Variante dazu ist Gänseleber, in feinen Scheibchen, auf dem Brot.
- ein französischer Döner ist lang und eckig, wie ein leicht exotisches Baguette. Das Fleisch ist dünner und würziger und dazu gibt es meistens Pommes. Man nimmt ihn auch nicht mit, sondern setzt sich in den Laden rein und isst den "Kebab" dort.
- Klamotten sind um einiges billiger. Auch Meeresfrüchte und Bücher. Das wars dann aber auch schon.
- rote Fußgängerampeln? Zebrastreifen? Was ist das? Lauf über die Straße, oder du wartest bis in alle Ewigkeiten...
- Neun von zehn Franzosen stehen auf Schokolade. Der Zehnte lügt.
- auch in Frankreich gibts den Mutter- und den Vatertag. Letzterer findet jedes Mal zu einem anderen Termin statt, nicht wie bei uns an Christi Himmelfahrt. Zusätzlich feiern die Franzosen den Großmuttertag.
- Tokio Hotel ist hier sehr beliebt. Noch...
- Zur Mittagspause ist das Parken in Städten oft kostenlos. Wie übrigens zahlreiche Parkplätze.
- Essen wird regelrecht zelebriert. Drei Stunden oder mehr muss man abends schon einplanen.
- sind in Kriegsfilmen die Deutschen die Bösen, sagen sie immer nur drei Wörter: "Schnell!", "Raus!" und "Papiere!"
- ja es geht. Es geht wirklich noch langsamer als die deutsche Bürokratie. Kaum zu glauben...

Aktuelle Lektüre: George Sand: "La Mare au Diable"