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Samstag, 21. März 2009

Introduction to dance

Gestern war viel los im cinemaxx Würzburg, denn dort fand eine sehr interessante Veranstaltung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Würzburg statt. Thema war "Schule in Bewegung bringen" und es gab ein interessantes Programm zu erleben, das sich vor allem mit den Themen Kunst, Musik und rhytmische Bewegung auseinandersetzte. Mittelpunkt des Geschehens, um den sich alles drehte, war der britische Choreograph und Tanzpädagoge Royston Maldoom, der schon weltweit mit seinen Projekten für Aufsehen gesorgt hat und für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen erhielt, unter anderem von Queen Elizabeth II. In Deutschland wurde er vor allem mit seinem Film "Rhythm is it!" berühmt, ein Dokumentarfilm, in welchem er mit Berliner Schülern und dem berühmten Dirigenten Sir Simon Rattle ein riesiges Tanzereignis auf die Bühne stemmt. Der Film ist wirklich sehenswert, einen Trailer gibt es hier:



Glücklichweise konnte ich bei dem Workshop unter der Leitung von Royston Maldoom, "Introduction to dance" noch einen Platz ergattern und nachdem vormittags der Film gezeigt wurde, gab es nach einer kurzen Pause um 14 Uhr im "tanzspeicher" neben dem Kino einen interessanten und wirklich aufschlussreichen Einblick in die Arbeit von Herrn Maldoom. Der Typ hat wirklich ziemlich viel drauf und versteht sich sehr gut darauf, mit möglichst einfachen Elementen und Kniffen große Wirkungen zu erzielen. Genau mit diesen einfachen Techniken kann er die Schüler packen und ihr Interesse gewinnen und wenn sich ziemlich schnell Erfolgserlebnisse bemerkbar machen, dann hat man auch Lust und Ehrgeiz für mehr. Wir waren circa 50 und mussten erst einmal einige Konzentrationsspielchen über uns ergehen lassen, bevor wir mit Royston Maldoom eine Choreografie erarbeiteten. Worauf es ihm vor allem ankommt, und das kann er auch nicht oft genug erwähnen, ist sein "Focus". Man muss sich jeweils nur auf eine Sache konzentrieren und alles andere um sich herum vergessen, dann klappt das, was man sich vorgenommen hat, auch viel besser. Hilfestellung gibt dabei eine bestimmte Körperhaltung, bei der man auf einen imaginären Punkt vor sich blickt und sich an einen schönen Moment wegdenkt. Nach einigen Minuten entspannt man sich wirklich und diese Übung hilft vor allem auch gegen Lampenfieber, Prüfungsangst, etc. In einem zweiten Schritt sollten wir eigene Choreografien erstellen und sie den anderen präsentieren, auch eine interessante Geschichte. Herr Maldoom versteht sich auf eine faszinierende Art und Weise darauf, mit einer Mischung aus Humor und Autorität und nur wenigen Stunden wirklich etwas zu erarbeiten, auf das man stolz sein kann. "The excuse that you can't dance is not true. Everybody can dance, everybody can feel rhythm. You only have to find the way to let it out." Und damit hat er recht, denn so unwissend und dilettantisch auch manche waren, fand doch jeder auf seine Weise einen Weg in die Musik. Der Workshop ging zwar nur drei Stunden, aber die mitgenommenen Eindrücke werden auf jeden Fall noch viel nützen - sei es bei zukünftigen Theaterprojekten, in der Schule als Konzentrationsübungen oder daheim. Wow...

Auch das anschließende Werkstattgespräch zum Thema "Wohin soll sich Schule bewegen?" gab einen Einblick in aktuelle Projekte, den Schulalltag ein wenig aufzulockern und eine Verknüpfung von reiner Wissensvermittlung und kultureller und musischer Bildung zu finden.

Aktuelle Lektüre: Haruki Murakami: "Als ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah."

Mittwoch, 4. März 2009

Bergfest

So, mittlerweile wäre auch schon wieder der Mittwoch geschafft, zumindest schulisch gesehen. Nett wars wieder, besonders die besuchte fünfte Klasse. Die müssen sich noch wegen allem melden, auch wenn sie nur mitteilen wollen, dass sie einen roten Stift statt eines grünen verwendet haben oder dass sie die Sonne blendet und sie den Vorhang zumachen wollen. Nett, die Kleinen.
Nach dem Mittagessen wurde raufverlegt in die Bibliothek, wo die öde Hausarbeit weiter geschrieben werden muss, wir haben ja noch zwei andere in der Warteschlange. Ätzend, oder? Dafür nähert sich Nummer zwei von vier schon bedächtig ihrem Ende, das Fazit ist schon geschrieben, es fehlen nur noch zwei Seiten. Zwischendurch ist mir auch eine kleine Idee für den nächsten Poetry Slam gekommen, also hat sich das herumtrollen zwischen den Bücherregalen zumindest etwas gelohnt.

Heute Abend starten wir in Runde zwei des Aufführungsmarathons, ab heute spielen wir wieder fünf Mal "Außer Kontrolle" im Chambinzky. Die Vorstellungen für Freitag und Samstag sind jetzt schon ausverkauft, es wird also wieder gut voll, bleibt zu hoffen, dass sich auch genügend andere Leute in die restlichen Vorstellungen verirren. Vom Geschichtswettbewerb gibt's noch nichts neues und auch der Austauschdienst hat noch nichts von sich hören lassen, wir warten weiter...

Aktuelle Lekütre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels"

Montag, 2. März 2009

Kekse mit Hackfleisch

Heute abend hab ich mir Spaghetti gekocht und dabei die Nudeln verarbeitet, die ich beim Einkaufen durch ein unachtsames Danebengreifen mitgenommen habe: Biospaghetti aus Vollkorn. Jede italienische Mamma hätte sie wohl beherzt in den Müll geschmettert und eine minutenlange Schimpftirade losgelassen, ich werd sie mir auch nicht mehr kaufen. Schmecken ist etwas anderes. Irgendwie hat man das Gefühl, man isst Kekse mit Hackfleisch, oder matschiges Brot. Bäh, beim nächsten Mal muss genauer hingeschaut werden.

Schon wieder ist Montag und gleichzeitig starten wir in den März. Die erste kleine Aufführungsetappe ist bereits herum, es geht ganz schön an die Substanz, dieses Geschwitze in den Scheinwerfern. Trotzdem war das Wochenende wunderbar und herzlich, zwei lang nicht mehr gesehene Bundkollegen waren zu Besuch, dementsprechend lang ging es in der Nacht und der verpasste Schlaf wurde heute erst mal mit einem zweistündigen Nachmittagsnickerchen nachgeholt, jetzt gehen auch gleich wieder die Lichter aus. Heute war der erste Schultag am schönen Wirsberg-Gymnasium, auch morgen geht es wieder früh raus. Die Schule macht einen sehr schönen Eindruck, bin mal gespannt, was noch so kommt.

Da der Februar schon wieder hinter uns liegt, folgt im Anschluss noch die allseits beliebte Monatsbilanz:

- Lila ist wieder modern
- Panik schnürt dir den Hals zu, wenn du deine Autoschlüssel nicht gleich findest
- mit der Prüfung im Nacken können Studenten ganz schön gemein werden
- schafft den Valentinstag ab!
- "Flitterwochen!?!"
- Französischklausuren sind relativ spaßfrei
- "Oh mein Gott!!"
- Wein ist als Durstlöscher eher nicht geeignet
- Mackie Messer ist cool
- wann wird Sumpfduhle Heidi Klum und ihr Topmodel-Müll endlich verboten?
- schätze deine alten Freundschaften
- ich hab einen Großcousin, der ist ein Hühnchen...
- "John Cockle ist gut!"
-
Bier aus Fulda schmeckt ziemlich gut - vorausgesetzt, man reinigt vorher das Zapfgerät
- man kann sich wirklich nicht am Ellenbogen lecken
- Geschichte ist cool
- Apotheken sind niemals nach ihrem Besitzer benannt
- Premieren sind was schönes. Und Weißwurstfrühstücke

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels"