Montag, 30. März 2009

In die Woche mit...Brecht

Als hätte er nur noch bloß auf die Umstellung auf die Sommerzeit gewartet, scheint heute endlich der Frühling bei uns Einzug gehalten zu haben. Es ist schön warm draußen, die Sonne scheint und allmählich wollen auch die Knospen aufplatzen, weswegen wir es wohl bald schon wieder richtig schön grün haben. Wurde aber auch mal Zeit!

Der Frühling kommt, Theater geht. Am Samstag war die letzte Aufführung von "Außer Kontrolle" im chambinzky, nach 23 Vorstellungen verabschiedet sich George Pigden in seinen wohlverdienten Urlaub und zieht sich in sein kleines Häuschen in Felixstowe zurück. Seinen Pullover und die Brille hat er mir übergeben, ich soll darauf aufpassen und sie gut im Kleiderschrank verwahren. Momentan wird ja gemunkelt, dass George vielleicht schon 2010 wieder zurückkehrt, aber er weiß es noch nicht so genau. Viel lieber spielt er jetzt Verstecken und lässt uns in Frieden. Es war auch an der Zeit, dass die Dernière naht, zwei Wochen mehr wären wohl auf die Nerven gegangen. Schön wars, lustig wars, aber jetzt brauchen wir wohl alle mal eine Pause. Was demnächst theatertechnisch ansteht, ist noch unklar, das wird sich wohl am ersten Treffen in der KHG zeigen.

Mittlerweile haben wir April und die Monatsbilanz steht an, wir freuen uns auf Ostern und den Start in das neue Semester. Heute hat die letzte Woche des Schulpraktikums begonnen, die Affenhausarbeit nähert sich langsam aber sicher ihrem Ende und das Werk zu Albert Camus trollt sich langsam ins Startloch. Vorher starten wir aber in die Woche mit Brecht, passend zum Wetter:

Das Frühjahr kommt. Wach auf, du Christ! Der Schnee schmilzt weg. Die Toten ruhn.
Und was noch nicht gestorben ist, das macht sich auf die Socken nun.


Aktuelle Lektüre: Vikas Swarup: "Rupien! Rupien!"

Dienstag, 24. März 2009

Liger


Schon gewusst? Es gibt wirklich eine Kreuzung aus Löwe und Tiger. Den Liger eben. Ist kein Witz. Selbstverständlich entstehen die nicht in freier Wildbahn, weil sich die Lebensräume von den beiden Tierarten nicht decken, aber in Gefangenschaft, wie in Zoos oder in Zirkussen, kommt das schon einmal vor. Die sehen dann eben aus wie eine Mischung aus beidem. Man lernt nie aus, oder?

Aktuelle Lektüre: Vikas Swarup: "Rupien! Rupien!"

Kissenschlacht auf Würzburger Marktplatz

Huch, wir haben schon wieder Mittwoch. Irgendwie ist im Moment kaum Zeit zu schreiben, Hausarbeiten und Stunden vorbereiten halten ausreichend auf Trab. Der Frühling lässt anscheinend immer noch auf sich warten oder er hat beschlossen, dieses Jahr Urlaub zu machen. Jedenfalls ist es immer noch schweinekalt, der Wind kann sich auch nicht ganz entscheiden, aus welcher Richtung er denn nun kommen soll und Regen (und Gewitter) gibt es derzeit ja en masse. Dass aufgrund des Wetters schon einige Menschen durchdrehen kann man in der Presse nachlesen: so versammelten sich gestern auf dem Marktplatz in Würzburg spontan etwa 30 Menschen zu einer Kissenschlacht. Verrückt. Grund dieser Aktion war ein so genannter "Flashmob", eine spontane, meist über Internet geplante Sache, bei der die Leute, die mitmachen, plötzlich irgendwo auftauchen, etwas witziges machen und anschließend wieder verschwinden. Nun ja, wer's braucht...wir brauchen jedenfalls mehr Sonne!

Aktuelle Lektüre: Vikas Swarup: "Rupien! Rupien!" (das Buch zu "Slumdog Millionaire")

Samstag, 21. März 2009

Introduction to dance

Gestern war viel los im cinemaxx Würzburg, denn dort fand eine sehr interessante Veranstaltung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Würzburg statt. Thema war "Schule in Bewegung bringen" und es gab ein interessantes Programm zu erleben, das sich vor allem mit den Themen Kunst, Musik und rhytmische Bewegung auseinandersetzte. Mittelpunkt des Geschehens, um den sich alles drehte, war der britische Choreograph und Tanzpädagoge Royston Maldoom, der schon weltweit mit seinen Projekten für Aufsehen gesorgt hat und für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen erhielt, unter anderem von Queen Elizabeth II. In Deutschland wurde er vor allem mit seinem Film "Rhythm is it!" berühmt, ein Dokumentarfilm, in welchem er mit Berliner Schülern und dem berühmten Dirigenten Sir Simon Rattle ein riesiges Tanzereignis auf die Bühne stemmt. Der Film ist wirklich sehenswert, einen Trailer gibt es hier:



Glücklichweise konnte ich bei dem Workshop unter der Leitung von Royston Maldoom, "Introduction to dance" noch einen Platz ergattern und nachdem vormittags der Film gezeigt wurde, gab es nach einer kurzen Pause um 14 Uhr im "tanzspeicher" neben dem Kino einen interessanten und wirklich aufschlussreichen Einblick in die Arbeit von Herrn Maldoom. Der Typ hat wirklich ziemlich viel drauf und versteht sich sehr gut darauf, mit möglichst einfachen Elementen und Kniffen große Wirkungen zu erzielen. Genau mit diesen einfachen Techniken kann er die Schüler packen und ihr Interesse gewinnen und wenn sich ziemlich schnell Erfolgserlebnisse bemerkbar machen, dann hat man auch Lust und Ehrgeiz für mehr. Wir waren circa 50 und mussten erst einmal einige Konzentrationsspielchen über uns ergehen lassen, bevor wir mit Royston Maldoom eine Choreografie erarbeiteten. Worauf es ihm vor allem ankommt, und das kann er auch nicht oft genug erwähnen, ist sein "Focus". Man muss sich jeweils nur auf eine Sache konzentrieren und alles andere um sich herum vergessen, dann klappt das, was man sich vorgenommen hat, auch viel besser. Hilfestellung gibt dabei eine bestimmte Körperhaltung, bei der man auf einen imaginären Punkt vor sich blickt und sich an einen schönen Moment wegdenkt. Nach einigen Minuten entspannt man sich wirklich und diese Übung hilft vor allem auch gegen Lampenfieber, Prüfungsangst, etc. In einem zweiten Schritt sollten wir eigene Choreografien erstellen und sie den anderen präsentieren, auch eine interessante Geschichte. Herr Maldoom versteht sich auf eine faszinierende Art und Weise darauf, mit einer Mischung aus Humor und Autorität und nur wenigen Stunden wirklich etwas zu erarbeiten, auf das man stolz sein kann. "The excuse that you can't dance is not true. Everybody can dance, everybody can feel rhythm. You only have to find the way to let it out." Und damit hat er recht, denn so unwissend und dilettantisch auch manche waren, fand doch jeder auf seine Weise einen Weg in die Musik. Der Workshop ging zwar nur drei Stunden, aber die mitgenommenen Eindrücke werden auf jeden Fall noch viel nützen - sei es bei zukünftigen Theaterprojekten, in der Schule als Konzentrationsübungen oder daheim. Wow...

Auch das anschließende Werkstattgespräch zum Thema "Wohin soll sich Schule bewegen?" gab einen Einblick in aktuelle Projekte, den Schulalltag ein wenig aufzulockern und eine Verknüpfung von reiner Wissensvermittlung und kultureller und musischer Bildung zu finden.

Aktuelle Lektüre: Haruki Murakami: "Als ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah."

Mittwoch, 11. März 2009

Amoklauf in Realschule

Blog-Kollege Imilian hat heute darüber berichtet, ich las den Artikel mit Fassungslosigkeit. Wieder einmal hat es einen Amoklauf gegeben, dieses Mal an einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden. Gegen neun Uhr dreißig stürmte der 17jährige Tim K. gezielt in zwei Klassenzimmer und schoss um sich, etwa drei Minuten später ging bei der Polizei der erste Notruf ein. Neun Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren fielen der Schusswaffe zum Opfer, ebenso drei Lehrerinnen, eine von ihnen hat erst vor einigen Wochen ihr Referendariat begonnen. Auf der Flucht vor der Polizei kam es in einem Supermarkt noch zu einer weiteren Schießerei, bei welcher der Täter noch zwei Passanten erschoss.
Noch ist unklar, was den Jugendlichen, der erst letztes Jahr an der Albertville-Realschule seinen Realschulabschluss gemacht hat, zu dieser Tat getrieben hat. Die Bundesländer Thüringen und Hessen haben mittlerweile ihre Unterstützung angeboten, beispielsweise die Entsendung eines Spezialteams aus Erfurt zur psychologischen Unterstützung. Wie auch bei Imilian schon angesprochen, wird das wieder einmal die Diskussion um Computerspiele lostreten. Das ist aber oft immer eine ziemlich einfache Entschuldigung, denn oft sprechen mehrere Gründe dafür, die viel tiefer liegen und deren Problematik viel schwieriger zu beheben ist. Erschreckend ist auch die Tatsache, dass im elterlichen Haus des Täters mehrere Schusswaffen frei zugänglich vorhanden waren, von denen er sich eine für die Tat mitgenommen hatte, wie eine Hausdurchsuchung der Polizei bestätigt hat. Bleibt abzuwarten, was sich nach dieser Tat jetzt noch alles bewegt...

Aktuelle und zuverlässige Informationen gibt es auf der Homepage der Tagesschau und des Spiegels.

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels"

Dienstag, 10. März 2009

Heul nicht, lauf!

Gerade läuft auf Pro Sieben die schon wochenlang angekündigte Action-"Spaß"-Game-Show "Wipeout! - Heul nicht, lauf!", in der sich ein Team von Kandidaten in alter und beliebter Manier auf verrückte Hindernisläufe mit riesigen Walzen, Glitschwürsten, Springbällen oder Wasserrutschen begeben muss. Das bunte und verrückte Showkonzept erinnert stark an die früher stets beliebte Actionshow "Takeshi's Castle-" oder "Die 100.000 Mark Show" und machte wirklich neugierig ob eines eventuellen Revivals dieses doch recht witzigen Formats.

Leider liefert Pro Sieben mal wieder einen absolut platten und durch unnötige Animationen versauten Abklatsch, der sich vor allem ein Ziel gesetzt hat - sich möglichst oft hintereinander im Zeitlupenformat über purzelnde und taumelnde Kandidaten lustig machen. Das konnte man zwar auch schon bei "Takeshi's Castle" - was es damals aber noch nicht gab, war dieses nervige Kommentatorenpaar, die jetzt wirklich nicht einmal Bilder für sich sprechen lassen können, sondern alles kaputt reden, mit Sprüchen à la "wenn die Bandscheiben jodeln, ist es mal wieder Zeit für Wipeout!" oder "Für die Germanistikstudenten ist ja das Flatratesaufen immer sehr teuer, aber jetzt können sie ihr BaFöG aufstocken, mit 10.000 Euro!!". Störend ist auch noch ein gelber Stift, der den Kandidaten in den Replay-Einstellungen oder den Standbildern kleine "Gags" hinkritzelt, sei es eine Briefmarke auf die heraushängende Zunge oder ein kleines Baströckchen. Die Hindernisse sind auch nicht annähernd zu bewältigen, sondern eher so konzipiert, dass man sich auf jeden Fall auf die Schnauze legt. Möglichst oft, aus möglichst vielen Perspektiven müssen die Stürze gefilmt werden, es soll am besten noch wehtun und mit den Kandidaten kann man eigentlich auch kein Mitleid haben, so sehr, wie die sich zum Deppen machen. Schade, hätte auch ganz witzig werden können. Naja, wenigstens die Zuschauer, für die die BILD eine gute Tageszeitung ist und die Dieter Bohlen für den beliebtesten Deutschen halten, ist "Wipeout" der neue Renner. Deutschland, wo gehst du hin...

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels"

Montag, 9. März 2009

In die Woche mit...Auguste Rodin

Wieder einmal gibt es einen kleinen und interessanten Juwel in der weltweiten Blogosphäre. Auf der Seite "Indexed" veröffentlicht die Amerikanerin Jessica Hagy jeden Tag, während sie darauf wartet, dass ihr Kaffee fertig ist, eine kleine persönlich angefertigte Grafik zu ihren Erkenntnissen und Einstellungen des Lebens. Oft ein wenig wirr und nicht gleich zu Anfang durchschaubar, bieten die kleinen Schaubilder doch einen lustigen Denkanstoß für den Tag. Jessicas Seite sorgte weltweit für Aufsehen und brachte ihr sogar einige Preise ein. Wen es interessiert, sollte ab und zu einmal drauf klicken. Jedenfalls wird sie in den blogroll am rechten Seitenrand aufgenommen.

Endlich macht sich ein bisschen der Frühling bemerkbar, wenn auch nur langsam und mit regnerischen und wolkenhaften Unterbrechungen. Die Sonne ist aber schon gut warm und wir freuen uns auf den Frühling und den (ganz langsam) nahenden Sommer. Die Hausarbeit für Didaktik ist mittlerweile auch schon fertig, jetzt geht es an das vorletzte Opus zum Thema "Historia vom Dr. Fausten", besonders das Motiv des Affen soll dabei unter die Lupe genommen werden.

In die Woche starten wir heute mit dem französischen Bildhauer Auguste Rodin:

Wir müssen das Leben lieben, schon der Arbeit wegen, die man darin entfalten kann.

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels".

Mittwoch, 4. März 2009

Bergfest

So, mittlerweile wäre auch schon wieder der Mittwoch geschafft, zumindest schulisch gesehen. Nett wars wieder, besonders die besuchte fünfte Klasse. Die müssen sich noch wegen allem melden, auch wenn sie nur mitteilen wollen, dass sie einen roten Stift statt eines grünen verwendet haben oder dass sie die Sonne blendet und sie den Vorhang zumachen wollen. Nett, die Kleinen.
Nach dem Mittagessen wurde raufverlegt in die Bibliothek, wo die öde Hausarbeit weiter geschrieben werden muss, wir haben ja noch zwei andere in der Warteschlange. Ätzend, oder? Dafür nähert sich Nummer zwei von vier schon bedächtig ihrem Ende, das Fazit ist schon geschrieben, es fehlen nur noch zwei Seiten. Zwischendurch ist mir auch eine kleine Idee für den nächsten Poetry Slam gekommen, also hat sich das herumtrollen zwischen den Bücherregalen zumindest etwas gelohnt.

Heute Abend starten wir in Runde zwei des Aufführungsmarathons, ab heute spielen wir wieder fünf Mal "Außer Kontrolle" im Chambinzky. Die Vorstellungen für Freitag und Samstag sind jetzt schon ausverkauft, es wird also wieder gut voll, bleibt zu hoffen, dass sich auch genügend andere Leute in die restlichen Vorstellungen verirren. Vom Geschichtswettbewerb gibt's noch nichts neues und auch der Austauschdienst hat noch nichts von sich hören lassen, wir warten weiter...

Aktuelle Lekütre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels"

Montag, 2. März 2009

In die Woche mit...Max Frisch

Ja, schon wieder ein Montag und daher auch wieder eine neue Folge von "In die Woche mit...". Heute ist Max Frisch an der Reihe, bekannt durch seine Dramen "Andorra" oder "Biedermann und die Brandstifter" sowie durch den Roman "Mein Name sei Gantenbein" oder "Homo Faber".

Alltag ist nur durch Wunder erträglich.

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels" .

Kekse mit Hackfleisch

Heute abend hab ich mir Spaghetti gekocht und dabei die Nudeln verarbeitet, die ich beim Einkaufen durch ein unachtsames Danebengreifen mitgenommen habe: Biospaghetti aus Vollkorn. Jede italienische Mamma hätte sie wohl beherzt in den Müll geschmettert und eine minutenlange Schimpftirade losgelassen, ich werd sie mir auch nicht mehr kaufen. Schmecken ist etwas anderes. Irgendwie hat man das Gefühl, man isst Kekse mit Hackfleisch, oder matschiges Brot. Bäh, beim nächsten Mal muss genauer hingeschaut werden.

Schon wieder ist Montag und gleichzeitig starten wir in den März. Die erste kleine Aufführungsetappe ist bereits herum, es geht ganz schön an die Substanz, dieses Geschwitze in den Scheinwerfern. Trotzdem war das Wochenende wunderbar und herzlich, zwei lang nicht mehr gesehene Bundkollegen waren zu Besuch, dementsprechend lang ging es in der Nacht und der verpasste Schlaf wurde heute erst mal mit einem zweistündigen Nachmittagsnickerchen nachgeholt, jetzt gehen auch gleich wieder die Lichter aus. Heute war der erste Schultag am schönen Wirsberg-Gymnasium, auch morgen geht es wieder früh raus. Die Schule macht einen sehr schönen Eindruck, bin mal gespannt, was noch so kommt.

Da der Februar schon wieder hinter uns liegt, folgt im Anschluss noch die allseits beliebte Monatsbilanz:

- Lila ist wieder modern
- Panik schnürt dir den Hals zu, wenn du deine Autoschlüssel nicht gleich findest
- mit der Prüfung im Nacken können Studenten ganz schön gemein werden
- schafft den Valentinstag ab!
- "Flitterwochen!?!"
- Französischklausuren sind relativ spaßfrei
- "Oh mein Gott!!"
- Wein ist als Durstlöscher eher nicht geeignet
- Mackie Messer ist cool
- wann wird Sumpfduhle Heidi Klum und ihr Topmodel-Müll endlich verboten?
- schätze deine alten Freundschaften
- ich hab einen Großcousin, der ist ein Hühnchen...
- "John Cockle ist gut!"
-
Bier aus Fulda schmeckt ziemlich gut - vorausgesetzt, man reinigt vorher das Zapfgerät
- man kann sich wirklich nicht am Ellenbogen lecken
- Geschichte ist cool
- Apotheken sind niemals nach ihrem Besitzer benannt
- Premieren sind was schönes. Und Weißwurstfrühstücke

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels"

Freitag, 27. Februar 2009

"Außer Kontrolle" unter Kontrolle

Tataaa, es ist geschafft, die Premiere ist über die Bühne gebracht und es hätte eigentlich nicht besser laufen können. Vor ausverkauftem Saal haben wir unsere Produktion zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert und sind ziemlich gut angekommen, wie auch das anschließende Feedback bestätigte. Das Publikum war sehr gut gelaunt und hat richtig abgefeiert und uns auch mal wieder lustige Stellen gezeigt, die wir vorher noch gar nicht so witzig fanden. Kleinere Texthänger oder Patzer konnten wir prima überspielen und es ist auch nichts wirklich schief gelaufen. Hoffentlich geht das weiter so. Auch die anschließende Premierenfeier war sehr schön, Sekt und Wein, Knabberbuffet und Suppe inklusive.

Die Mainpost hat bereits eine Kritik auf der Homepage veröffentlicht, morgen wird diese wohl auch in der Zeitung stehen. Wer sich das Stück "Außer Kontrolle" im chambinzky-Theater noch ansehen will, hat ab heute bis zum 28.März noch 22 Mal die Gelegenheit. Folgend die Kritik:

Minister auf amourösen Abwegen

Viel Spaß mit Ray Cooneys „Außer Kontrolle“ im Würzburger Chambinzky

Sie haben diebische Freude daran, zu sehen, wie sich honorige Politiker durch verbotene Fleischeslust und absurde Lügengeschichten beinahe ihre glanzvolle Karriere zerstören? Wie sie dann gezwungen sind, sich ihren guten Ruf mit Schmiergeld zu erhalten? Dann heißt es auf ins Würzburger Theater Chambinzky, in die quirlige Inszenierung von Ray Cooneys Polit-Komödie „Außer Kontrolle“.

Richard Willey (Wolfgang Stenglin), als seriöser Staatsminister natürlich verheiratet, begibt sich in einer Hotelsuite auf amouröse Abwege. Und das ausgerechnet mit mit Jane (Daniela Vassileva), der Sekretärin des Oppositionsführers. Doch eine gänzlich unerwartet über dem Fensterrahmen hängende Leiche stört ihr heimliches Schäferstündchen empfindlich. Die Skandal-Schlagzeile „Staatsminister bei Sex-Orgie mit Sekretärin und Leiche erwischt!“ vor Augen, verstrickt sich Willey in immer unglaublichere Ausflüchte und stürzt sich und seinen rührigen Sekretär George Pigden (Christian Steinberger) ins nicht enden wollende Chaos.

„Außer Kontrolle“ hätte seinen Titel kaum verdient, wenn dann nicht noch Janes rasend eifersüchtiger Mann Ronnie (Bernd Stollberger), eine resolute Hotelmanagerin (Dagmar Schmauß), ein mit allen Wassern gewaschener Etagenkellner (Heinrich A. Moelliot) und Willeys biedere Frau Pamela (Ursula Seebode) die Bühne beträten. Nicht zu vergessen die schnuckelige, doch gestrenge Krankenschwester Gladys (Katharina Miebach), die auf den armen George auch nicht gerade Blutdruck senkend wirkt . . .

Regisseur Manfred Plagens und sein Ensemble servieren dem Publikum leichte, reichlich überdrehte Komödienkost mit satirischen Ansätzen. Slapstick-Einlagen nach dem Motto „Versteck dich im Wandschrank, auch wenn die Tür nicht zu bleibt“ oder „Benutze stets das Fenster, das immer zu fällt“ fehlen dabei ebenso wenig wie ein Totentänzchen der etwas anderen Art.

Die Darsteller meistern mühelos die pointenreichen Dialoge. Besonders Christian Steinberger als nur anfänglich kreuzbiederer Staatssekretär kann begeistern. Und Michael Schwemmer legt als scheintoter Detektiv eine unglaubliche Gelenkigkeit an den Tag. Freunde temporeicher, witziger Dialoge, haarsträubender Handlungskapriolen und vereinzelt auftretender Brachialkomik kommen bei der munteren Inszenierung bestimmt auf ihre Kosten.

Jetzt gibt es vorerst keinen Countdown mehr, aber da wird sich bald was neues finden.

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels".

Donnerstag, 26. Februar 2009

Premierenfieber

So allmählich steigt die Spannung immer weiter, schließlich haben wir heute die Generalprobe endlich hinter uns gebracht. Im Gegensatz zum gestrigen Durchlauf waren wir mal wieder um einiges angespannter (das liegt eben am "Etikett" der Probe) und hektischer und haben auch stellenweise wunderbar Freischwimmen geübt - seien es die beliebten Textspringer und -dreher, kein fallendes Fenster, zu späte Auftritte oder Verhaspler. Das ist aber auch ganz gut so und es soll schließlich so sein, eine total gut gelaufene Generalprobe dürfte es ja nicht geben. Für solch eine haben wir uns dann doch ganz wacker geschlagen. Ein Fotograf von der Mainpost war heute auch schon da, es gab letzte Instruktionen für morgen und dann wurden wir in den Feierabend entlassen - morgen wird es dann ernst, der Saal füllt sich zum ersten Mal mit Publikum und wir sind alle schon ziemlich gespannt wie intim, ääh ich meine gemütlich es wohl morgen werden wir. Unser Teppichboden auf der Bühne ist jedenfalls von hervorragender Qualität und auch die Tatsache dass Ronnie mit der Schwester einer seiner Cousinen verheiratet ist, macht da nicht mehr viel aus, das geht ihm wohl sprichwörtlich am Arsch vorbei. Dank einer kurzen Idee des Regisseurs bekommt George jetzt auch noch eine gescheuert und zwar keine angetäuschte, sondern eine richtige. Aber was tut man nicht alles für die Unterhaltung - jedenfalls lässt George sich nicht gehen und das ist schließlich am wichtigsten, selbst wenn die Sachen adrett geordnet am Fußende des Bettes liegen und die Managerin mit der Polizei droht. Glücklicherweise kommt ja Ivy aus Venedig herübergeschwommen und steht den anderen hilfreich bei. Auch wenn es in der Suite nebenan um einiges ruhiger ist, gerät in Suite 648 allmählich alles außer Kontrolle...na also!!

Noch 1 x schlafen bis zur Premiere von "Außer Kontrolle".

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels".

Dienstag, 24. Februar 2009

In die Woche mit...Gustave Flaubert

Heute ist zwar schon Dienstag, aber es ist trotzdem noch Zeit für den Start in die neue Woche mit einem Zitat. Am Faschingsdienstag erreichen die Narreteien im Land ihren Höhepunkt, bevor sie am morgigen Aschermittwoch endlich zu Ende gehen und uns erst nächstes Jahr wieder auf die Nerven fallen können. Laut Presse waren bis zu 80.000 Menschen auf dem diesjährigen Umzug und wurden Zeuge, wie der alljährliche Sturm aufs Rathaus statt fand und sich Bürgermeister Georg Rosenthal dem anschließenden Wettbewerb, bei dem man unter anderem ein Fass die Domstraße hinaufrollen muss, stellen musste.

Eine traurige Nachricht ging heute durch die Popszene und die Presse: musikalisches Mastermind und Produzent der Gruppe "Deichkind", Sebastian "Sebi" Hackert, ist am vergangenen Samstag im Alter von 32 Jahren völlig unerwartet gestorben, er hinterlässt eine Frau und einen Sohn. "Deichkind" verdankt dem Musiker, der seit 1997 Mitglied der Gruppe ist, seinen typischen elektronisch erscheinenden Sound. Die Todesursache ist bisher noch unklar.

Die Premiere von "Außer Kontrolle" rückt mittlerweile in greifbare Nähe, übermorgen ist es nun soweit. Gestern war die erste Hauptprobe direkt auf der Bühne im Theater Chambinzky. Wir waren ziemlich nervös und aufgeregt, die Kulissen standen alle ein wenig anders, die Auf- und Abgänge waren neu und ungewohnt, wir bezogen die Garderobe und waren besonders zu Beginn des Durchlaufs ziemlich hektisch und angespannt, was zu einigen Patzern und Verwischungen führte. Aber so soll es ja sein, es muss ja bis zuletzt spannend bleiben und der heutige zweite Hauptprobentermin wird mit Sicherheit besser ausfallen.

Zu Wort kommt heute Gustave Flaubert.

Erfolg ist eine Folgeerscheinung, er darf nie zum Ziel werden.

Noch 2 Tage bis zur Premiere von "Außer Kontrolle".

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels"


Sonntag, 22. Februar 2009

Der Haifisch, der hat Zähne...

Gestern war ich mit einem Freund in der Inszenierung von Brechts "Dreigroschenoper" im Mainfrankentheater in Würzburg. Ein wirklich sehenswertes und tolles Stück, super besetzt, stimmig und passend umgesetzt. Alleine schon das Bühnenbild konnte sich sehen lassen, denn die Handlung wurde auf einen Autofriedhof verlegt. So standen auf der Bühne über fünf Autos, darunter auch eine alte Limousine, das Geschäft von Bettelkönig Peachum befand sich in einem abgegammelten Wohnwagen, auch die Huren um die Spelunkenjenny und die Ganoven um Mackie Messer trieben sich zwischen den alten Karosserien und einem großen silbernen Container herum. Anne Simmering als Polly Peachum, Klaus Müller-Beck als ihr Vater und Schauspieldirektor Bernhard Stengele als Mackie Messer überzeugten durch ihren Gesang und ihre Interpretation der Rollen, die Musik von Kurt Weil und die schön gestalteten Kostüme und Perücken taten ihr übriges. Endlich mal wieder eine Inszenierung, bei der alles rundum gepasst hat und die sich jeder, der sich noch dafür interessiert, unbedingt ansehen sollte. "Und der Haifisch, der hat Zähne, und die trägt er im Gesicht. Und Maceath der hat ein Messer, doch das Messer sieht man nicht..."

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels"

Noch 4 Tage bis zur Premiere von "Außer Kontrolle".

Endspurt

So, heute geht es zum letzten Mal raus auf die Probenbühne nach Unterpleichfeld, noch einmal Durchlauf Akt 2. Am Freitag Nachmittag war ich im Mainfrankentheater in der Maske und bekam dort die die Haare geschnitten - es ist ganz schön viel abgefallen, aber George sieht jetzt endlich auch aus wie ein kleiner, nerd-hafter Collegeboy. Nachdem am gestrigen Samstag der Tuntenball im chambinzky stattgefunden hat, werden heute die Kulissen in Unterpleichfeld abgebaut und nach Würzburg transportiert. Morgen starten wir dann schon in die erste Hauptprobe, mit Kostümen, allen Requisiten und auf der eingeleuchteten Bühne, wird sicher eine schweißtreibende Angelegenheit. Außer für unsere Mädels, denn die "müssen" ja bloß ihre Dessous tragen. Und die können sich wirklich sehen lassen...

Aktuelle Lektüre: Muriel Barbery: "Die Eleganz des Igels"

Noch 4 Tage bis zur Premiere von "Außer Kontrolle".

Donnerstag, 19. Februar 2009

Stampferei

Unglaublich, wie krass immer alle trampeln müssen, die sich durch die Bibliothek bewegen. Seltsamerweise ist hier alles mit einem braunen (vielleicht hatte er ja früher mal eine andere Farbe) Teppich ausgelegt, aber es gibt immer noch Leute, die es schaffen so ungemein laut zu gehen wie es nur geht. Dem Geräusch nach müssten sie eigentlich bei jedem Schritt die Hacke in den Boden rammen und da, wo sie gelaufen sind, kleine Kerben hinterlassen oder wenigstens pfenniggroße Löcher, aber selbst bei den weiblichen Studenten, die das besonders laut können, ist keine Spur zu sehen. Wahrscheinlich wollen die nur auf sich aufmerksam machen, oder so. Jedenfalls nervt es. Wenigstens ein bisschen weniger Lautstärke und alle wären glücklich...

Aktuelle Lektüre: Benedict Wells: "Becks letzter Sommer".

Noch 7 Tage bis zur Premiere von "Außer Kontrolle". (heut in einer Woche gehts los!!!)

Montag, 16. Februar 2009

In die Woche mit...Sam Mendes

Wir haben wieder einen Montag - übrigens einen recht tristen Montag, grau in grau, ständig schneit es und dann wieder nicht, hier in der Bib ist es kalt und überhaupt nicht ausreichend beheizt und man wünscht sich nur in sein warmes Bett - und wir starten dieses Mal in die Woche mit einem Zitat aus dem wunderschönen Film "American Beauty" von Sam Mendes.

"Das war einer von jenen Tagen, an denen es jeden Moment schneien kann und Elektrizität in der Luft liegt. Man kann sie fast knistern hören, stimmt"s. Und diese Tüte hat einfach mit mir getanzt. Wie ein kleines Kind, das darum bettelt, mit mir zu spielen. 15 Minuten lang. An dem Tag ist mir klar geworden, dass hinter allen Dingen Leben steckt. Und diese unglaublich gütige Kraft, die mich wissen lassen wollte, dass es keinen Grund gibt, Angst zu haben. Nie wieder! Ein Video ist ein armseliger Ersatz (ich weiß). Aber es hilft mir, mich zu erinnern. Und ich muss mich erinnern. Es gibt manchmal so viel Schönheit auf der Welt, dass ich sie fast nicht ertragen kann. Und mein Herz droht dann daran zu zerbrechen
."

Noch 10 Tage bis zur Premiere von "Außer Kontrolle".

Aktuelle Lektüre: Benedict Wells: "Becks letzter Sommer".

Poetry Slam auswärts

Der gestrige Abend hat sich vollauf gelohnt. Wir waren auf dem Poetry Slam in Erlangen im E-Werk, zusammen mit Peemaster Grand und meinem werten Kollegen Rodion R. Raskolnikow bin ich der Einladung von Moderator Jan Siegert gefolgt und habe mich einmal dort im Slammen ausprobiert. Es hat riesigen Spaß gemacht, ich schaffte es ins Finale, den verdienten Sieg holte sich Clara Nielsen, die uns auch schon in Würzburg mit ihren Texten erfreute.

Auch wenn von der Anzahl der Leute her gesehen weniger Besucher in die Kellerbühne hineinpassen als bei uns im akw!, so hatte die Location doch auch ihren Reiz - die Bühne liegt am tiefsten, außen herum steigen größere Stufen empor, die jeweils mit Tischen und Sitzgelegenheiten ausgestattet sind, sodass das Publikum um dich herum sitzt und man sich ein bisschen wie in einem Amphitheater vorkommt. Für mächtige Stimmung sorgte die Gastband "The Fuck Hornisschen Orchestra", die mit ihren clownesken und ungemein komischen Liedern und Einlagen für die nötige Stimmung sorgten. Die Mischung der antretenden Slammer war sehr interessant und bereichernd, von bekannten Gesichtern wie Clara Nielsen, Michael Jakob und meinen beiden Begleitern Peemaster Grand, der mit einem sehr gelungenen Text über Sarajevo überzeugte und Rodion R. Raskolnikow gab es auch für mich neue Gesichter wie die erst kürzlich bepreiste Kurzgeschichtenautorin Katharina Spengler oder ein sehr eindrucksvolles Gedicht von Nicole Paskow über einen Schauspieler, der mit seinem Berufsleben überhaupt nicht zufrieden ist, schließlich ins Publikum pisst und sich letztendlich in die Dienste einer Domina begibt. Ein toller und gelungener, vielfältiger und eindrucksvoller Abend, stimmiges Ambiente, ein total netter Moderator und ein riesiges Schnitzel mit Pommes als Verpflegung waren die Reise wert. Und die nächste Reise nach Nürnberg ist schon in Planung...

Aktuelle Lektüre: Benedict Wells: "Becks letzter Sommer"

Noch 10 Tage bis zur Premiere von "Außer Kontrolle".

Donnerstag, 12. Februar 2009

Benjamin Button

Gestern abend war ich mit Freunden im Kino in "Der seltsame Film des Benjamin Button". Dieses rührende, ausgefallene und wundervolle Märchen ist es wirkich wert, dass es für dreizehn Oscars nominiert wurde. Feinfühlig, leise, detailgetreu und bildgewaltig erzählt der Film die Geschichte von Benjamin Button, der als Greis geboren wird und rückwärts altert. Regisseur David Fincher, der sich normalerweise auf dem Thriller-Terrain ("Panic Room") heimisch fühlt, wagte sich mit diesem Film auf absolutes Neuland und landete gleich einen Volltreffer. Benjamin wächst in einem Altersheim auf und wird im Gegensatz zu seinen Mitbewohnern, die alle sterben, immer jünger. Als er das Alter eines 80jährigen hat, trifft er auf die junge Daisy, die für ihn eine wichtige Rolle im Leben spielen soll, doch er kann sie erst lieben, wenn sich beide "in der Mitte" getroffen haben. Nicht nur die unglaublich passende Besetzung eines Brad Pitt und einer wundervollen Cate Blanchett runden das Bild stimmig ab, sondern auch die Staffage der Nebendarsteller und die liebevolle Idee, kleine Leitmotive in den Film einzubauen - man müsste den eigentlich gleich noch einmal sehen, um alle zu finden. Sei es der fliegende Kolibri, der Benjamin auf hoher See begegnet und viele Jahre später an der Scheibe der sterbenden Daisy vorbeiflattert, die Geschichten des Mannes, der schon sieben Mal vom Blitz getroffen wurde oder die rückwärts tickende Bahnhofsuhr im Bahnhof von New Orleans. Schon lange nicht mehr wurde auf so stimmungsvolle und nachdrückliche Weise mit der Thematik der Allgegenwärtigkeit des Todes und der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins gespielt und experimentiert wie in diesem Film, den ich wirklich jedem, der ihn noch nicht gesehen hat, wärmstens ans Herz legen kann. Märchenhafte Liebesgeschichte, die nachdenklich macht - ganz großes Kino! Und einige Zitate des Benjamin Button sind auch wirklich toll, etwa wie dieses:

"Nach meiner Meinung ist es nie zu spät oder in meinem Fall zu früh, der zu sein, der man sein will. Es gibt keine zeitliche Begrenzung. Fang damit an, wann du willst. Du kannst dich ändern oder so bleiben wie du bist. Es gibt keine Regel. Du kannst das Beste daraus machen oder das Schlechteste.
Ich hoffe du machst das Beste daraus. Ich hoffe du siehst erstaunliche Dinge. Ich hoffe du erlebst Gefühle wie nie zuvor. Ich hoffe du begegnest Menschen, die die Welt anders sehen als du. Ich hoffe du lebst ein Leben, auf das du stolz sein kannst. Und wenn es nicht so ist, dann hoffe ich du reißt dich zusammen und fängst nochmal von vorne an
."

Noch 14 Tage bis zur Premiere von "Außer Kontrolle".

Aktuelle Lektüre: Benedict Wells: "Becks letzter Sommer".


Schneegestöber und fiese Sprüche

Hui, das Wetter kann sich wieder einmal nicht entscheiden. Heute kann es regnen, stürmen oder schnein, das Wetter weiß es selbst nicht ja, nein, Sonnenschein...? Jedenfalls bin ich gerade von meinem Bewerbungsgespräch heimgekehrt und verkrümele mich jetzt mit Schokolade und Tee aufs Bett und surfe im Netz. Ja, hurra, wir haben jetzt im Wohnheim Internet, was bloggen, Emails abrufen oder sich für Kurse anmelden um einiges leichter macht. Mal schauen, wie hoch der Ablenkungsfaktor noch wird...im Moment steht er jedenfalls ziemlich hoch.

Bei meinen Recherchen für meine Hausarbeit zum Thema "Aktuelle Kinder- & Jugendliteratur im Unterricht" bin ich in einem Buch auf eine sehr witzige Stelle gestoßen, wo es um die Vorlieben der Jugendlichen geht, also um das, was sie gerne lesen. Dabei wird erwähnt, dass sie auch gerne Makaberes oder Gruseliges lesen und als Beispiel wurde ein Buch angeführt, in dem die "Alle...nur nicht..." - Sprüche aufgeführt werden. Das hat gleich mal dazu verleitet, sich im Internet ein wenig schlau zu machen, denn wer kennt sie nicht, diese witzigen Sätzchen. Interessant wäre es einmal, zu wissen, wo die überhaupt herkommen und ob es für sie eine bestimmte Bezeichnung gibt. Im Anschluss also ein kleines Best of:

  • Alle Kinder hören den Schuss, nur nicht Walter, dem galt er.
  • Alle Kinder tanzen um den Galgen, nur nicht Sieglinde, die schaukelt im Winde.
  • Alle Kinder warten auf den Zug, nur nicht Sabine, die liegt auf der Schiene.
  • Alle Kinder angeln nach dem weißen Hai, nur nicht Schröder, der ist der Köder.
  • Alle Kinder streicheln den Hund, nur nicht Paul, der steckt im Maul.
  • Alle Kinder spielen mit dem Seil, nur nicht Inge, die hängt in der Schlinge.
  • Alle Kinder drehen an der Bohrmaschine, nur nicht Grit, die dreht sich mit.
  • Alle Mädchen haben Busen, nur nicht Ellen, die hat Dellen.
  • Alle Kinder springen über die Schlucht, nur nicht Peter, dem fehlt ein Meter.
  • Alle pissen in die Rinne, nur nicht Berni, der liegt drinne.
Noch 14 Tage bis zur Premiere von "Außer Kontrolle".

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