Montag, 6. Juli 2009

Was ist Lip Dub?

Das Kommunikation über die Sprachbarrieren hinaus mit Musik funktioniert, ist ja nichts Neues. Aber jetzt sind ein paar gewitzte Studenten aus Furtwangen aktiv geworden und haben "Lip Dub" ins Leben gerufen. Dieser Terminus bezeichnet eine Sonderform in der Musik, bei der Musikvideos in einem Durchlauf abgespielt werden, ohne dass ein Schnitt erfolgt. Die Darsteller hören dabei die Musik aus Lautsprechern und bewegen dazu ihre Lippen, als würden sie selbst singen. Früher wurden solche Videos vor allem dazu verwendet, auf besonders humorvolle Weise ein Unternehmen oder eine Firma darzustellen. Das bekannteste "Lip Dub"-Video dürfte wohl "Wanna be" von den Spice Girls sein. In den studentischen Videos geht es darum, dass Studenten möglichst kreativ ihre Hochschule vorstellen. Die Furtwängler haben weltweit im Netz für Aufsehen gesorgt und es sind schon einige Antworten eingetrudelt, die sie auf ihrer Homepage "universitylipdub.com" veröffentlicht haben. Weil diese Videos wirklich sehenswert sind, gibt es jetzt jeden Montag ein neues Video. Wir starten mit der Erfinderschule Furtwangen, ist echt cool. Wie schön wäre es, so etwas mal in Würzburg zu machen...



Noch 10 Tage bis zur Premiere von "Hedda Gabler".

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight".

Probenwochenende

Wieder zurück aus dem Gramschatzer Exil sind wir froh, ein gutes und produktives Probenwochenende hinter uns gebracht zu haben. Das Stück nimmt allmählich Gestalt an, was auch so langsam nötig wird, da wir ja in weniger als zwei Wochen bereits Premiere haben. Am 16. Juli ist dann um 20 Uhr die Premiere, wir steigen in diesen Tagen noch einmal in die vollen...

Noch 10 Tage bis zur Premiere von "Hedda Gabler".

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight"

Freitag, 3. Juli 2009

Endspurt Sommersemester

Der Sommer könnte so schön sein und man könnte die ganze Zeit nur im Schwimmbad abhängen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und einfach nichts tun. Tja, aber eben nur im Konjunktiv. Denn so langsam steht die allseits verhasste Klausurenwoche ins Haus und es gibt wieder sehr viel zu tun. Trotzdem schadet es nicht, wie ich festgestellt habe, sich trotzdem einmal etwas Gutes zu tun und auch einmal einen Tag lang auszuspannen, der haut es am Ende ohnehin nicht mehr raus. Da der Juni auch schon wieder vorbei ist, einige Zusammenfassungen und gewonnenen Erkenntnisse der vergangenen Tage:

- Leute, die sich dumm aufspielen, muss man wirklich nicht ernst nehmen
- unterschätze nie die Hochschulwahlen
- "I want to break free!"
- der Atlantik ist schweinekalt
- Dresdner Handbrot, mmmh
- Französisch nervt, aber das ist ja nichts Neues
- "Kennst du Wayne?"
- Die "Turtles"-Verfilmungen mit echten Menschen waren nicht so gut wie die Trickserie
- Dozenten singen auch mal gerne
- "U & D" ist ein Muss
- die Rheinländer verstehen sich auf's Feiern
- Möwenkacke lässt sich ganz leicht mit einem feuchten Schwämmchen oder Tuch entfernen
- Porto rockt mit seiner Stadt, seinen Preisen und dem Essen
- die NEON-Rätsel machen einen wahnsinnig
- "irre!!"
-
sieh auf die Fahrbahn, wenn du bergauf an der Ampel stehst
- lautes Telefonieren im Bus erregt Unmut
- "Tragt Sonnenschutz!"
- 1643 kann man durchaus trinken...
- Hanni und Nanni sind nicht die einzigen coolen Zwillinge
- wer ist Hanna Montana?
- auch in Würzburg gibt es jetzt Köttbullar und Billy

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight"

Volle Kanne Theater

So, es ist wieder soweit - in der KHG geht es wieder rund und zwar gleich dreimal. In der Stadtmensa und im Großen Saal der KHG Würzburg in der Hofstallstraße zeigt der Theater AK seine Produktion dieses Semesters.
Den Auftakt in der KHG macht die Komödie "Funny Money", eine typische Cooney-Verwechslungsgeschichte, die sich an Turbulenzen, chaotischen Situationen und zündenden Pointen kaum überbieten lässt. Wer "Außer Kontrolle" oder "Cash" gesehen hat, wird zwar einige Gags oder Motive wieder erkennen, doch das macht nichts.

In der Stadtmensa startet gleichzeitig "Ein Engel kommt nach Babylon", eine lehrhafte Komödie von Friedrich Dürrenmatt. Erzählt wird die Geschichte von einem Engel, der auf die Erde kommt und das Bettlermädchen Kurubi mitbringt, die bald den letzten verbliebenen Better in Babylon kennen lernen wird. Es gibt viel zu lachen, aber auch viel nachzudenken, schön inszeniert und mit Livemusik untermalt gibt es auch einige Bezüge zur aktuellen wirtschaftlichen Situation zu erkennen...


Während draußen die Sonne scheint und es erdrückend heiß ist, fahren wir heute los auf das Probenwochenende zu "Hedda Gabler" - denn gestern in zwei Wochen ist Premiere (Countdown läuft ab heute). Ziel ist ein kompletter, textbuchfreier Durchlauf am Sonntag, ich bin sehr gespannt...

Noch 13 Tage bis zur Premiere von "Hedda Gabler"

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight"

Samstag, 27. Juni 2009

Umsonst und Draußen Würzburg 2009 - Ein Rückblick

Bunt, interessant, voll, stimmig, schön, ansteckend, begeisternd, mitreißend und ausgefallen - um nur einige Adjektive zu nennen - war es dieses Jahr wieder beim allseits beliebten "Umsonst & Draußen" auf den Mainwiesen Würzburgs. Vor allem das Wetter hat dieses Mal prima mitgemacht, es gab wieder einiges zu erleben und entdecken und auch am Konzept hatten sich einige kleine Dinge geändert. So gab es dieses Mal eine "Draußen"-Bühne mit Stehfläche für die Zuhörer unter freiem Himmel und eine "Drinnen"-Bühne am anderen Ende des Festgeländes, die sich in einem Zelt befand, wohl um eventuellen Wetterzickereien vorzubeugen. Die Veranstalter hatten wieder unglaublich gute Bands eingeladen und so fiel es oft schwer, sich für eine der Bühnen zu entscheiden, aber dank der zeitlichen Versetzung konnte man wenigstens von jeder Band ein bisschen mitbekommen und im Zeitalter des web 2.0 kann man sich im Anschluss auch noch daheim auf den diversen myspace-Seiten über die Bands und Solokünstler informieren. Neben dem Erkunden der diversen Aktionsstände (lustige bewegliche Sessel von Ikea inklusive Riesenjenga oder zahlreiche Schmuck- und Acessoires-Stände) konnte auch wieder Espresso getestet und so "ganz nebenbei" eine renommierte Fotoausstellung aus Portugal bewundert werden. Nicht nur Musik, sondern auch Kleinkunst stand im Vordergrund, vertreten beim sonntäglichen "Poetry Slam" oder auf dem Wort-Weg, auf dem einige Dichter und Poeten ihre Werke präsentierten. Besonders schön fand ich folgendes von Anja Kruse:

kommt.
geht noch mal raus.

(raucht noch)
kommt wieder rein.
verschränkt die Arme.
kommt morgen wieder.
Sense vergessen.

Die ganzen Dinge, Aktionen, Essen, Getränke, Stände und Bands, die es überall zu entdecken gab, können alle gar nicht genannt werden, aber ein kleiner Abriss soll (im Sinne der Veranstalter, die es gut finden, wenn Blogger darüber berichten) zeigen, was amFreitag und Samstag abends so alles geboten war und denjenigen, die nicht dort waren, zeigen, dass sie selbst schuld sind.

Freitag

"Aloha from Hell" heizten so richtig ein auf der "Draußen"-Bühne und empfingen die von der Talavera kommenden Besucher entsprechend mit lauten Tönen und einer rockigen Stimmung. Die jungen Bandmitglieder sind zwar noch nicht allzu lange volljährig, zeigten aber mit erfrischender Power und professioneller Perfomance, was sie drauf haben. In den letzten Monaten legte die junge Band aus dem benachbarten Aschaffenburg einen kleinen Karrierestart hin und ist auch über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Kurz darauf gab es richtige Stimmung mit der Elektroband "Frittenbude" auf der "Drinnen"-Bühne. "Frittenbude" sind hier in Würzburg schon gut bekannt und waren auch schon mal im "akw!" und sorgten mit ihren deftigen Tönen, die stellenweise ein wenig an "Deichkind" erinnern, für einen deutlich spürbaren Temperaturanstieg im Zelt und bis in die letzte Reihe wurde gehüpft und getanzt. Stimmungsmäßig waren die eindeutig die Gewinner des Freitags. Weiter ging es wieder auf der "Draußen"-Bühne mit einer Coverband von AC/DC namens "Bon's Balls". Die waren jetzt zwar nicht so nach meinem Geschmack, fanden aber bei den Zuhören wahrscheinlich vor allem wegen der bereits bekannten Musik der berühmten Rockband ihre Fans. Von "Highway to Hell" bis "Hells Bells" war sehr viel Bekanntes dabei und die Würzburger Coverband stand den echten Jungs von AC/DC in nichts nach, die klangen wirklich schon täuschend echt. Sehr schade war, dass die Vocalgruppe "Fuenf" wegen Krankheit eines Bandmitglieds ausfallen musste, denn in den letzten Jahren hatte sich ja gezeigt, dass auch A-Capella und Vocal sehr gut ankommt, vor allem, wenn das Publikum ein wenig animiert wird. Glücklicherweise fand sich ein würdiger Ersatz, an der sich jedoch immer wieder die Geister spalten: Johanna Zeul. Die junge Künstlerin war schon letztes Jahr in Würzburg als Vorband von "Fettes Brot" gewesen und wurde dort von der Menge völlig zu Unrecht ausgebuht, auch beim "U&D" gab es zwar keine Pfiffe, aber die Leute vor der Bühne waren eher ausgedünnt. Johanna Zeul hat eindeutig einen Knall, das lässt sich nicht abstreiten, aber den braucht sie auch für ihre unheimlich frische und freche Perfomance. Ganz allein mit ihrer Gitarre füllte sie die Bühne aus und schmetterte ihre deutschen Songs in Mikrofon. Sie erinnert ein wenig an eine Mischung aus der Musik von "Wir sind Helden" und der Bewegung Neue Deutsche Welle, doch ihre Texte sind keineswegs angestaubt, sondern gehen ins Ohr und ermuntern zum Mitsingen.

Samstag

Der Samstag trumpfte noch einmal kräftig auf und stand dem Eröffnungstag in Sachen Qualität in nichts nach. Auch internationale Gäste gaben sich auf dem "U&D" die Ehre, wie die norwegische Rock'n'Roll-Band "Brut Boogaloo". Offen und direkt wurde das Publikum mit einbezogen und angeheizt, was nach einigen recht flauen Versuchen doch seine Wirkung zeigte. Nicht mitzuwippen oder zu klatschen war eigentlich kaum möglich. Im Anschluss sorgte die Londoner Old-School-Soul-Band "Mama's Gun" für eher angenehme Hintergrundmusik, um mal ein Päuschen einzulegen und neben der Bühne was zu essen, doch das Publikum vor der Bühne hatte seinen Spaß und man konnte zahlreiche Hände sehen. Ein absoluter Topact war aber auf jeden Fall "Senore Matze Rossi" im "Drinnen"-Zelt, ein Typ, der mit seinen einfühlsamen und melodischen, gleichzeitig aber sehr durchdachten und künstlerischen Texten für eine ganz besondere Stimmung sorgte. Wer gerne Clueso hört, wir von diesem Künstler kaum mehr los kommen, denn der geht echt ins Ohr und macht Lust auf mehr. Erwähnenswert ist auch, dass der Schweinfurter Musiker nahezu alles alleine macht: Songwriting, Aufnahmen, Pressearbeit und nebenher ist er auch noch Vater. Die Johnny-Cash-Cover-Band "Hank Cash" sorgte dann auf der "Draußen"-Bühne für einen schönen Abschluss des interessanten und erlebnisreichen Samstags. Zwar bauten sie auch eigene Songs ein und mischten diese mit Liedern von Cash, die oft gleich wirkenden Takte machten aber eine Trennung zwischen Neu und Alt eher schwierig - trotzdem war es schön, den drei Jungs zuzuhören, die ihrem Publikum in regelmäßigen Abständen ein lautes "Yii-haaaa!" abverlangten.

Fazit: "Umsonst & Draußen" ist eine eigentlich kaum auszulassende Gelegenheit, die musikalische Landschaft aus Würzburg und Umgebung sowie aus dem Rest Deutschlands und dem Ausland kennen zu lernen. Es ist immer wieder verblüffend, was es für Talente gibt. Hut ab vor den Machern und Veranstaltern für dieses interessante und abwechslungsreiche Rahmenprogramm - wir freuen uns auf 2010!

Persönlich Hui:
- das Becher- und Bonsystem hat sich einmal mehr bewährt. Cool: man kann das Bier jetzt auch stellenweise direkt von Helfern kaufen, die mit Bauchläden voller Bier durch die Leute laufen.
- kulinarisch war wieder einiges los. Man sollte eigentlich nie über das "U & D" laufen, ohne ein Dresdner Stockbrot gegessen zu haben...
- auch OB Rosenthal lies sich blicken und wünschte allen ein erlebnisreiches Wochenende
- wer noch nach dem "U&D" feiern wollte, konnte noch zu einem weiteren Bandgig mit in die Posthallen kommen.
-an den kleinen Handarbeitsständen auf der Mainseite entlang gehen. Da findet man echt schöne Sachen für wenig Geld - bei mir ist jetzt eine kleine Holzschildkröte eingezogen.

Persönlich Pfui:
- die Pissoirs waren oft kurz vorm Überlaufen und bei den Dixies war die Ausleuchtung daran schuld, dass man von außen sehr gut am Schatten sehen konnte, was so drinnen vor sich ging
- mehr Mülleimer oder sonstige Gelegenheiten, seinen Kram wegzuwerfen, wären nicht schlecht.
- mehr Sitzgelegenheiten

Aktuelle Lektüre: Stephenie Meyer: "Twilight"

Sonntag, 14. Juni 2009

La France...

Es gibt Neuigkeiten zum Thema Frankreich. Der PAD hat endlich meine Stelle bestätigt. Somit geht es jetzt Ende September in das schöne Frankreich, wo ich bis April 2010 als teaching assistant arbeiten werde. Bis gestern Nacht war auch der Ort noch unklar, ich wusste lediglich, dass es in die Region Orléans-Tours geht, aber um 23:00 Uhr trudelte dann eine Email mit den letzten Informationen ein. Es geht jetzt also in das schöne Châteauroux, das ist eine nette und beschauliche Stadt etwa eine Stunde südlich von Orléans und südöstlich von Tours. "Le pays anti-stress" heißt es überall auf den Webseiten dieser Region. Da bin ich echt mal gespannt. Wäre schön, wenn das stimmt. Das Städtchen macht einen sehr netten Eindruck, es gibt ein cooles Theater (das ist wichtig!), einige Kneipen, Discos und auch eine Innenstadt mit Geschäften, also alles, was man so zum Leben braucht. Nach Paris sind es knapp zwei Stunden, ins Loiretal etwa eine Stunde, was will man mehr. Ich bin jetzt sehr gespannt, was die Wohnungssuche ergibt, ich habe bereits mit meinen beiden Betreuungslehrerinnen Kontakt aufgenommen...

Aktuelle Lektüre: Bertolt Brecht: "Baal" (Eragon Teil drei ist so schlecht, den kann man echt nicht zu Ende lesen...)

Dienstag, 2. Juni 2009

On my way to wars

Endlich ist es sommerlich, schönes Wetter, warme Temperaturen, gute Laune!! Ich hab mal wieder einen alten Song ausgekramt, den ich derzeit sehr gerne höre - Sommersault (die Frau von Michael Mittermeier) mit Xavier Naidoo zusammen. "Way to mars" ist echt cool, vor allem ab 2:55, wenn es noch mal nach oben geht...

Aktuelle Lektüre: Christopher Paolini: "Eragon - Die Weisheit des Feuers"

Sonntag, 24. Mai 2009

Update

So, jetzt soll endlich mal der Schlamperei auf diesem Blog ein wenig Einhalt geboten werden. Es soll wieder mehr "In die Woche mit..." geben, regelmäßigere Einträge und weniger Lücken, schließlich ging in einem Monat ja fast gar nichts mehr. Besänftigt von Wise-Guys-Musik und einer gemütlichen Stimmung geht es daher jetzt mal an ein kurzes Update.

Uni: nervt gerade total. Vor allem mit Französisch ist nicht gerade gut Kirschen essen und die Sprachpraxis ödet mit ihrem hochstaplerischen Anspruch. Die Übersetzungskurse gehen jetzt statt einer Stunde nun 90 Minuten, was die Sache nicht gerade erträglicher macht. Mittlerweile wurde ein kleines Projekt gestartet, um der bösen Sprachpraxis ein wenig entgegenzuwirken und die Tatsache zu akzeptieren, dass auch Kafka-Texte aus dem Hirn übersetzt werden müssen: Vokabeln. Vokablen aus dem bescheuerten Lernwortschatz von Hueber, die jeden Tag für mindestens eine Stunde behandelt und auf Karteikarten geschrieben werden. Die Aussicht, dass die Karteikarten einen ganzen Schuhkarton füllen werden, ist da nicht gerade blendend, aber da muss man eben durch. Deutsch ist dafür ein wenig besser, saugute "Woyzeck"-Vorlesung und nur noch ein Seminar in Sprachwissenschaft, dann sind wir zumindest schon scheinfrei, was Deutsch betrifft.

Ab September geht es dann ins französische Ausland. Wohin, ist noch unklar, wann, auch. Ich weiß bis jetzt nur, dass ich einen Platz bekommen habe, alles andere wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Es wird Zeit, einmal für ein paar Monate aus Würzburg herauszukommen und noch einmal Luft zu holen, denn wenn ich zurückkomme, steht schon EWS vor der Tür und danach geht es allmählich an die ZuLa...

Theater: viel und häufig. Zum einen viele Besuche, zum anderen sind schon die Proben angelaufen. Wir spielen "Hedda Gabler" von Henrik Ibsen, mein Part verkörpert den Richter Brack, eine sehr interessante Figur in diesem dramatischen Stück. Arschloch, arroganter und selbstgefälliger Schnösel wie er ist, zieht Richter Brack im Hintergrund die Fäden und lenkt die anderen Charaktere durch seine Intrigen. Das Stück wird ziemlich gut, wenn alles so läuft, wie wir es uns gedacht haben, denn wir planen ein etwas anderes Aufführungskonzept und Livemusik. Ansonsten gibt es derzeit auch wieder einige sehenswerte Produktionen in und um Würzburg, dazu bald mehr. Sobald der Premierentermin feststeht, gibt es selbstverständlich wieder einen Countdown.

Poetry Slam: ist gerade saisonal bedingt fast zu Ende. Der Highlander-Slam war das letzte große Erlebnis in Würzburg, heute war ich noch einmal in Erlangen auf einer Art Perfomance auf der Straße im Rahmen des Internationalen Figurentheaterfestivals. War ganz lustig, wir konnten auch ein paar Passanten für uns begeistern und hatten unseren Spaß. Wenn alles klappt, fahre ich im Juli noch einmal nach Erlangen, ansonsten versuche ich gerade, in Bad Mergentheim einen Slam zu starten, aber das gestaltet sich schwieriger als angenommen. Wir suchen noch nach einer passenden Location.

Mehr Wissenswertes gibt es morgen, jetzt geh ich erst mal ins Bett.

Aktuelle Lektüre: Bertolt Brecht: "Trommeln in der Nacht"

Freitag, 15. Mai 2009

Maischufterei

Kawumm!, rollt die Welle an Arbeit und zu erledigenden Aufgaben, die vor allem aus Französischvokablen und entsprechender Nachbereitung der Übersetzungs- und Grammatikkurse besteht, heran. Zu der Tutoriumsvorbereitung und dem Theater bleibt da kaum noch Zeit für das Bloggen. Es gibt im Moment eh nichts berichtenswertes und auch keine freie Minute...ich geb mir Mühe, mal wieder was zu schreiben.

Aktuelle Lektüre: Stieg Larsson: "Verdammnis"

Sonntag, 26. April 2009

Die Mitte der Welt

Wenn er aus seinen Büchern vorliest, dann ist es mucksmäuschenstill. Er weiß zu fesseln und zu begeistern, kann mit seiner Stimme umgehen und die Zuhörer für sich gewinnen. Gerne sorgt er für tosendes Gelächter, indem er einen lustigen Spruch macht oder wenn er über eine besonders witzige Stelle in seinem Buch stolpert. Seine Kinder- und Jugendbücher verkaufen sich in großen Mengen, für "Die Mitte der Welt" wurde er mit zahlreichen Preisen überhäuft, sein Name steht für intelligente aber unterhaltsame Literatur: Andreas Steinhöfel war am Mittwoch in der Uni Würzburg zu Gast und las aus seinen beiden Büchern, die sich um die Berliner Jungs Rico und Oskar drehen. Rico ist tiefbegabt und daher ein wenig langsam und schwer von Begriff, geht auf eine Sonderschule und seine Mutter arbeitet als Prostituierte. Rico beobachtet seine Umwelt ganz genau und dokumentiert alles in seinen Einträgen auf dem Computer. Er ist auch der Erzähler der Geschichte. Oskar hingegen ist hochbegabt, hat dafür aber gewaltig einen an der Klatsche. Aus Angst, sich überall zu verletzen, trägt er aus diesem Grund immer einen überdimensional großen Motorradhelm. Was die beiden für verrückte Abenteuer erleben, schildert Andreas Steinhöfel in seiner typisch frechen und ausgeflippten Schreibe. Ergänzend plauderte der Autor noch aus dem Nähkästchen, weswegen wir einige interessante Dinge aus dem Verlags- und Agentenalltag erfuhren. Kinder- und Jugendbuchliteratur wird zum einen zwar noch immer belächelt und ist längst nicht so hoch angesehen wie beispielsweise in England oder in Frankreich, bleibt jedoch auch in Deutschland noch immer eine gute Gelegenheit für rücksichtslose Geldmacherei. Dass dabei Qualität oder Eigenwillen des Autors manchmal zurückstecken müssen, ist keine Seltenheit und so entwickeln sich so manche Charaktere in Büchern nicht so, wie es der Autor gerne geplant hätte, sondern wie es der Verlag wünscht. Andreas Steinhöfel lässt solche Sachen nicht mit sich machen, sondern zieht sich bei solchen Angeboten sofort aus der Affäre. Doch manchmal wird auch ziemlich rücksichtslos mit einem umgegangen, wie er selbst erfahren musste, denn bei der Verfilmung seines Buches "Es ist ein Elch entsprungen" kippten die Produzenten kurzerhand sein Skript und drehten ihr eigenes - böses Erwachen für Steinhöfel an der Premiere. Das Werk soll übrigens bald neu verfilmt werden und dieses Mal ganz im Sinne des Buches und des Autoren. Am Ende gab es Signierstunde und ich habe mir es natürlich nicht nehmen lassen, mein mitgebrachtes Exemplar von "Die Mitte der Welt" signieren zu lassen.

Aktuelle Lektüre: Georg Büchner: "Leonce und Lena"

Mittwoch, 22. April 2009

Frischer Wind am Mainfrankentheater

Wer in diesen Tagen das tolle Studentenangebot des Mainfrankentheaters nutzen möchte, bei dem es für einige Zeit lang an der Abendkassen Restkarten umsonst zu erstehen gibt, sollte es unbedingt nutzen, um sich eine der beiden wirklich gelungenen Produktionen anzusehen, die dort derzeit gespielt werden.

Vor allem "Der Parasit" von Friedrich von Schiller lohnt sich ungemein. Das liegt zum einen nicht nur daran, dass dieses Stück ein ohnehin eher unbekanntes Drama des berühmten Dichters ist, sondern weil die stimmige, flotte und sehr gelungene Inszenierung von Schauspieldirektor Bernhard Stengele ein sehr guter Beweis ist, dass das Theater durchaus nicht nur zu unterhalten vermag, sondern auch in seiner Funktion als "moralische Anstalt" auch noch in der heutigen Zeit aktuelle und regionale Probleme aufgreifen kann. Dass das auch ohne eine krampfhaft auf modern getrimmte und mit billigem Sexismus bestückte Produktion gehen kann, beweist Stengele mit besagtem Stück. Und trotzdem geht noch die Post ab und das Publikum hat seinen Spaß. Schillers Stück um einen schleimigen Nutznießer namens Selicour, der sich durch sein intrigantes und egoistisches Verhalten nach ganz oben arbeitet, um von dort dank einer Intrige seiner Feinde wieder nach unten gestürzt zu werden, wurde kräftig entstaubt und erhielt einen neuen Anstrich. Aufhänger für die Inszenierung ist Würzburgs neuer Werbeslogan, der für einige Diskussionen sorgte: "Provinz mit Weltniveau". Und so hat auch der Minister Narbonne eine leichte Ähnlichkeit mit dem Wahlplakatsfoto von Herrn Rosenthal und Selicour erinnert an Wirtschaftsminister Guttenberg. Billig und platt, mag man jetzt denken, aber es passt. Umso mehr passt es auch, dass Narbonnes Tochter Charlotta endlich einmal keine sittsame und fügsame, allzu blasse Frauengestalt ist, sondern laut und aufmüpfig. Während der Dichter Karl um ihr Herz kämpft und ein schönes Liebesgedicht verfasst, duckmäusert sein Vater Firmin lieber, um keine Umstände zu machen. Währenddessen schmiedet der entlassene La Roche einen Plan, um Selicour endlich als Parasiten zu entlarven. Ein am Keyboard gesungenes Schillergedicht, Anspielungen auf Würzburg und Umgebung sowie auf aktuelles Zeitgeschehen machen Schillers Stück zu einem rasanten, pfiffigen, frechen und trotzdem sehr gut durchdachten Erlebnis, bei dem das Publikum (sogar die graue Front) seine sichtlichen Spaß hatte. Und spätestens wenn die Figuren am Ende aus ihrer Rolle fallen und Schillers Ende hinterfragen, um danach ihre eigenen Versionen durchzuspielen, macht die Kurve noch einmal eine Bewegung nach oben. Anschauen lohnt sich, nicht nur Kai Christian-Moritz als Parasit, sondern auch der Rest des Ensembles begeistert und fesselt. Sehenswert!

In der Kammer hüpfen derweil Christian Manuel Oliveira, Maria Vogt und Katharina Ries zusammen mit drei Schauspielern des Uniclubs in "Cabaret Tschetchnenien" über die Bühne. In einer Revue im Stil eines Cabarets aus den 20er Jahren wird ziemlich humorvoll, satirisch und schonungslos Tschetscheninen und seine Thematik behandelt. Von Selbstmordanschlägen, Bombenexplosionen und Geiselnehmern ist da die Rede, aber auch vom Öl, von der Krise, von der Armut und von den Lebensbedingungen dort. Eigentlich nichts zum Lachen, aber sehr zugespitzt auf die Bühne gebracht und gewisse kein gewöhnlicher Geplänkelabend.

Aktuelle Lektüre: Richard David Precht: "Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?"

Maikäfer flieg!

Sie sind wieder da. Und dieses Mal ziemlich zahlreich. Endlich mal wieder! Und mit ihnen kommt das schöne Wetter. Herr Sumsemann und seine Freunde bevökern derzeit wieder die Bäume, den Boden und die Flora und Fauna rund um den Hubland-Campus und im Stadtpark. Die Wärme hat sie wohl aus ihren Löchern getrieben und jetzt schwirren sie schon munter durch die Gegend.


Herr Sumsemann hat mich gestern besucht und lag vor meiner Wohnungstür, leider ist das kleine Dummerchen mal wieder auf den Rücken gefallen und konnte sich nicht von alleine wieder aufrichten. Seine kleine Geige schien er auch unterwegs verloren zu haben, wenigstens hatte er noch alle Beinchen. Lag wohl daran, dass man den Mond nicht sehen konnte. Die kleinen braunen Kerle sind ja harmlos und krallen sich gerne am Finger fest und schwupps sind sie wieder auf dem Bauch gelandet. Nachdem er sich von seinem Schrecken erholt hat, hat er sich ein wenig aufgepumpt und ist dann in die Nacht davon geschwirrt. Die geflügelten Kerlchen haben ein sehr kurzes Leben - nach ihrem Schlüpfen aus der Erde bleiben ihnen 4 bis 7 Wochen, bevor sie schon wieder den Löffel abgeben. In dieser Zeit legen die Weibchen bis zu 100 Eier in die Erde, aus denen sich später die Egerlinge entwickeln. Ein Egerling braucht übrigens bis zu vier Jahre, bis aus ihm ein Maikäfer wird. Trotzdem gehören die Tierchen irgendwie zum Frühling dazu und wer in den nächsten Tagen einem begegnet, der mal wieder auf seinem Rücken gelandet ist, kann ihm ja kurz helfen, sich umzudrehen. Maikäfer flieg!

Aktuelle Lektüre: Richard David Precht: "Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?"

Mittwoch, 15. April 2009

Feuchte oder Feuchtigkeit?

Die deutsche Sprache ist stets voller Tücken und kleiner Streitfälle, über die man sich als Germanistikstudent besonders gerne den Kopf zerbricht. Wie sagt man also beispielsweise, wenn man mit einem Substantiv ausdrücken möchte, dass eine Windbrise auffällig feucht ist? Handelt es sich um auffällige Feuchte oder um auffällige Feuchtigkeit? Grübeln brachte nichts, auch Freunde konnten nicht weiterhelfen, aber Onkel Duden gab wieder einmal Aufschluss:

Feuchte: die, mhd. viuhte, (geh., Fachspr.): Feuchtigkeit, bes. der Luft.
Feuchtigkeit: die, mhd. viuhtecheit: 1. das Feuchtsein, die Feuchte, der Gehalt an Wasser[dampf]: die F. des Bodens, der Luft 2. leichte Nässe: etwas saugt F. auf, gibt F. ab.

Womit also geklärt wäre, dass wir uns für Feuchtigkeit entscheiden, denn das andere Wort wäre eher für den gehobenen Stil und für die Fachsprache wichtig. Außerdem legt das Kompositum Luftfeuchtigkeit noch unterstützend nahe, bei der es ja um Feuchtigkeit in der Luft geht, dass man eher die Feuchtigkeit wählen sollte. Damit hätten wir das wöchentliche Soll an Haarspalterei erfüllt und können beruhigt weiter an der Hausarbeit schreiben.

Aktuelle Lektüre: Richard David Precht: "Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele? Eine philosophische Reise."

Dienstag, 7. April 2009

Goodbye akw!

Das war es wohl erst einmal fürs Erste mit dem akw! Der letzte planmäßige Poetry Slam der Saison war gleichzeitig auch die letzte Veranstaltung in Würzburgs beliebten Kulturzentrum, der Insolvenzverwalter hatte sich für den folgenden Montag angekündigt. Die vom Abschied leicht getrübte Stimmung war an diesem Abend unschwer zu übersehen, wie sich auch in einigen Beiträgen der Slammer zeigte, ein gesungenes Abschiedslied an das akw! inklusive.
Der "Highlander"-Slam wird wohl aller Voraussicht nach in den Posthallen neben dem Bahnhof statt finden, ob sich im akw! noch einmal etwas tun wird, bleibt zu hoffen. Vielleicht bringt ja der Herbst gute Neuigkeiten...

Aktuelle Lektüre: Miranda July: "Zehn Wahrheiten"

In heimischen Gefilden

Nach über zwei Monaten Würzburgdaueraufenthalt war es mal wieder an der Zeit für einen Tapetenwechsel und aus diesem Grund ging es jetzt mal für eine Woche ins heimische Bad Mergentheim. Hier wird jetzt noch die letzte von vier Hausarbeiten zu Ende geschrieben, am Freitag geht es für eine Nacht nach Freiburg zu Bekannten und am Ostersonntag steht Familientreffen auf dem Plan.

Wer demnächst mal wieder ins Kino gehen möchte, sollte sich noch unbedingt "WATCHMEN" anschauen. Comicverfilmungen sorgten ja in den letzten Jahren immer wieder aufs Neue für Rekordbesuche und Gesprächsstoff, "WATCHMEN" schlägt da aber ein wenig aus dem Mainstream und geht ein wenig tiefer als andere Filme. Ohne zu viel verraten zu wollen, sei gesagt, dass es nicht nur um Helden geht, die durch einen Unfall (Spinnenbiss, Verstrahlung, Unfall...) besondere Kräfte entwickelten, sondern auch um besonders heikle Fragen - was wäre, wenn der Atomkrieg losgeht? Und wie viele Menschen darf man opfern, um die gesamte Menschheit zu retten? Darf man das überhaupt? Brauchen wir in unserer heutigen Zeit noch etwas, an das wir glauben können? Gelungene Effekte, tolle Schauspieler und eine rasante, oft brutale Handlung machen "WATCHMEN" zu einem ganz besonderen Erlebnis, ich fand ganz besonders die Musik bombastisch, vor allem die beiden zusammengemixten Songs aus dem Trailer: zum einen Muse mit "Take a bow", zum anderen die Smashing Pumpkins mit "The beginning is the end is the beginning."


Zum Thema Film brodelt übrigens die Gerüchteküche: vor 25 Jahren erlebte "Die unendliche Geschichte" den Release in den Kinos und später auf Video, auch heute noch ist der Verkauf der DVD ungebrochen. Wer fieberte nicht mit, als das Pferd von Atréju im Sumpf versank und wer hat nicht Felsenbeißer, den Nachtalp und den Kobold mit der Schnecke ins Herz geschlossen? Jetzt soll das Buch neu verfilmt werden - das wäre ein durchaus spannendes Projekt, denn dem Buch blieb man nur bis zum Ende des ersten Teils treu. Teil 2 mit Xayde und den Giganten war schon eine sehr sehr freie Inszenierung und die abgeschmackte Babelsberg-Filmstudios-Version mit dem Darsteller aus "Free Willy", in der eine Gruppe Rowdys das Buch entführt und zu ihren eigenen Zwecken missbrauchen will, ist wohl eher etwas für die Trash-Tonne.

Aktuelle Lektüre: Miranda July: "Zehn Wahrheiten"

Mittwoch, 1. April 2009

Lang ist's her...

Na das Wetter kann sich wirklich sehen lassen in den letzten Tagen, der eine hat mit Sicherheit auch Frühlingsgefühle im Bauch. Da ist mir ein lustiges Lied, sehr trashig, eingefallen, das damals auf unserer Unterstufenparty voll angesagt war. Vielleicht kennt es noch der eine oder andere...wir Fünft- & und Sechstklässler fanden es jedenfalls total cool und zum Abdancen ;)


DAS MODUL - FRÜHLINGSGEFÜHLE - MyVideo

Aktuelle Lektüre: Vikas Swarup: "Rupien! Rupien!"

Montag, 30. März 2009

In die Woche mit...Brecht

Als hätte er nur noch bloß auf die Umstellung auf die Sommerzeit gewartet, scheint heute endlich der Frühling bei uns Einzug gehalten zu haben. Es ist schön warm draußen, die Sonne scheint und allmählich wollen auch die Knospen aufplatzen, weswegen wir es wohl bald schon wieder richtig schön grün haben. Wurde aber auch mal Zeit!

Der Frühling kommt, Theater geht. Am Samstag war die letzte Aufführung von "Außer Kontrolle" im chambinzky, nach 23 Vorstellungen verabschiedet sich George Pigden in seinen wohlverdienten Urlaub und zieht sich in sein kleines Häuschen in Felixstowe zurück. Seinen Pullover und die Brille hat er mir übergeben, ich soll darauf aufpassen und sie gut im Kleiderschrank verwahren. Momentan wird ja gemunkelt, dass George vielleicht schon 2010 wieder zurückkehrt, aber er weiß es noch nicht so genau. Viel lieber spielt er jetzt Verstecken und lässt uns in Frieden. Es war auch an der Zeit, dass die Dernière naht, zwei Wochen mehr wären wohl auf die Nerven gegangen. Schön wars, lustig wars, aber jetzt brauchen wir wohl alle mal eine Pause. Was demnächst theatertechnisch ansteht, ist noch unklar, das wird sich wohl am ersten Treffen in der KHG zeigen.

Mittlerweile haben wir April und die Monatsbilanz steht an, wir freuen uns auf Ostern und den Start in das neue Semester. Heute hat die letzte Woche des Schulpraktikums begonnen, die Affenhausarbeit nähert sich langsam aber sicher ihrem Ende und das Werk zu Albert Camus trollt sich langsam ins Startloch. Vorher starten wir aber in die Woche mit Brecht, passend zum Wetter:

Das Frühjahr kommt. Wach auf, du Christ! Der Schnee schmilzt weg. Die Toten ruhn.
Und was noch nicht gestorben ist, das macht sich auf die Socken nun.


Aktuelle Lektüre: Vikas Swarup: "Rupien! Rupien!"

Dienstag, 24. März 2009

Liger


Schon gewusst? Es gibt wirklich eine Kreuzung aus Löwe und Tiger. Den Liger eben. Ist kein Witz. Selbstverständlich entstehen die nicht in freier Wildbahn, weil sich die Lebensräume von den beiden Tierarten nicht decken, aber in Gefangenschaft, wie in Zoos oder in Zirkussen, kommt das schon einmal vor. Die sehen dann eben aus wie eine Mischung aus beidem. Man lernt nie aus, oder?

Aktuelle Lektüre: Vikas Swarup: "Rupien! Rupien!"

Kissenschlacht auf Würzburger Marktplatz

Huch, wir haben schon wieder Mittwoch. Irgendwie ist im Moment kaum Zeit zu schreiben, Hausarbeiten und Stunden vorbereiten halten ausreichend auf Trab. Der Frühling lässt anscheinend immer noch auf sich warten oder er hat beschlossen, dieses Jahr Urlaub zu machen. Jedenfalls ist es immer noch schweinekalt, der Wind kann sich auch nicht ganz entscheiden, aus welcher Richtung er denn nun kommen soll und Regen (und Gewitter) gibt es derzeit ja en masse. Dass aufgrund des Wetters schon einige Menschen durchdrehen kann man in der Presse nachlesen: so versammelten sich gestern auf dem Marktplatz in Würzburg spontan etwa 30 Menschen zu einer Kissenschlacht. Verrückt. Grund dieser Aktion war ein so genannter "Flashmob", eine spontane, meist über Internet geplante Sache, bei der die Leute, die mitmachen, plötzlich irgendwo auftauchen, etwas witziges machen und anschließend wieder verschwinden. Nun ja, wer's braucht...wir brauchen jedenfalls mehr Sonne!

Aktuelle Lektüre: Vikas Swarup: "Rupien! Rupien!" (das Buch zu "Slumdog Millionaire")

Samstag, 21. März 2009

Introduction to dance

Gestern war viel los im cinemaxx Würzburg, denn dort fand eine sehr interessante Veranstaltung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Würzburg statt. Thema war "Schule in Bewegung bringen" und es gab ein interessantes Programm zu erleben, das sich vor allem mit den Themen Kunst, Musik und rhytmische Bewegung auseinandersetzte. Mittelpunkt des Geschehens, um den sich alles drehte, war der britische Choreograph und Tanzpädagoge Royston Maldoom, der schon weltweit mit seinen Projekten für Aufsehen gesorgt hat und für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen erhielt, unter anderem von Queen Elizabeth II. In Deutschland wurde er vor allem mit seinem Film "Rhythm is it!" berühmt, ein Dokumentarfilm, in welchem er mit Berliner Schülern und dem berühmten Dirigenten Sir Simon Rattle ein riesiges Tanzereignis auf die Bühne stemmt. Der Film ist wirklich sehenswert, einen Trailer gibt es hier:



Glücklichweise konnte ich bei dem Workshop unter der Leitung von Royston Maldoom, "Introduction to dance" noch einen Platz ergattern und nachdem vormittags der Film gezeigt wurde, gab es nach einer kurzen Pause um 14 Uhr im "tanzspeicher" neben dem Kino einen interessanten und wirklich aufschlussreichen Einblick in die Arbeit von Herrn Maldoom. Der Typ hat wirklich ziemlich viel drauf und versteht sich sehr gut darauf, mit möglichst einfachen Elementen und Kniffen große Wirkungen zu erzielen. Genau mit diesen einfachen Techniken kann er die Schüler packen und ihr Interesse gewinnen und wenn sich ziemlich schnell Erfolgserlebnisse bemerkbar machen, dann hat man auch Lust und Ehrgeiz für mehr. Wir waren circa 50 und mussten erst einmal einige Konzentrationsspielchen über uns ergehen lassen, bevor wir mit Royston Maldoom eine Choreografie erarbeiteten. Worauf es ihm vor allem ankommt, und das kann er auch nicht oft genug erwähnen, ist sein "Focus". Man muss sich jeweils nur auf eine Sache konzentrieren und alles andere um sich herum vergessen, dann klappt das, was man sich vorgenommen hat, auch viel besser. Hilfestellung gibt dabei eine bestimmte Körperhaltung, bei der man auf einen imaginären Punkt vor sich blickt und sich an einen schönen Moment wegdenkt. Nach einigen Minuten entspannt man sich wirklich und diese Übung hilft vor allem auch gegen Lampenfieber, Prüfungsangst, etc. In einem zweiten Schritt sollten wir eigene Choreografien erstellen und sie den anderen präsentieren, auch eine interessante Geschichte. Herr Maldoom versteht sich auf eine faszinierende Art und Weise darauf, mit einer Mischung aus Humor und Autorität und nur wenigen Stunden wirklich etwas zu erarbeiten, auf das man stolz sein kann. "The excuse that you can't dance is not true. Everybody can dance, everybody can feel rhythm. You only have to find the way to let it out." Und damit hat er recht, denn so unwissend und dilettantisch auch manche waren, fand doch jeder auf seine Weise einen Weg in die Musik. Der Workshop ging zwar nur drei Stunden, aber die mitgenommenen Eindrücke werden auf jeden Fall noch viel nützen - sei es bei zukünftigen Theaterprojekten, in der Schule als Konzentrationsübungen oder daheim. Wow...

Auch das anschließende Werkstattgespräch zum Thema "Wohin soll sich Schule bewegen?" gab einen Einblick in aktuelle Projekte, den Schulalltag ein wenig aufzulockern und eine Verknüpfung von reiner Wissensvermittlung und kultureller und musischer Bildung zu finden.

Aktuelle Lektüre: Haruki Murakami: "Als ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah."